Rezension: Lena Sander – Memory Effekt


lena-saner-memory-effekt-kurzMia dachte ihren Traummann geheiratet zu haben, doch der geliebte Ehemann entpuppt sich bald als grausames Ekel und macht der jungen Frau das Leben zur Hölle. Nach der längst überfälligen Trennung entdeckt sie ihre eigene Todesanzeige in der Zeitung und vermutet ihren Ex dahinter.
Lindas Ehemann fällt nach einem schweren Unfall ins Koma und bringt das Leben der Psychiaterin ins Wanken. Zusätzlich fühlt sie sich beobachtet und bedroht.
Was haben die Ehemänner für Geheimnisse? Werden Linda und Mia wieder glücklich?

Nach „Zersetzt“ und „Exitus“ erschien jetzt der dritte Thriller der Autorin Lena Sander: „Memory Effect“ Und dieses Mal klang der Klappentext für mich noch spannender und dramatischer als bei den anderen Beiden und da ich von den ersten beiden Büchern schon nicht enttäuscht wurde, wusste ich, dass ich unbedingt zuschlagen musste. Weiterlesen

Rezension: Rebecca Michéle – Ein tödlicher Schatz


ein tödlicher schatzEin Sturm wütet über Cornwall und verwüstet Häuser und Gärten. Auch das Herrenhaus von Higher Barton fällt dem Unwetter zum Opfer und legt in einem abgetrennten, versteckten Raum Knochenteile frei. Legenden erzählen von einem weiblichen Gespenst, das nachts durch die Gänge des Anwesens wandeln soll. Handelt es sich vielleicht sogar um die junge Frau, die einst verschwand? Doch schnell wird klar, die Knochen stammen von einem Mann und als dann auch noch Teile eines alten Goldschatzes gefunden werden herrscht große Aufregung in der kleinen Stadt und wieder ist Mabels Spürsinn gefragt.

Sehnsüchtig wartete ich nach dem letzten Abenteuer der lieben Mabel auf ein neues. Schade, dass man immer so lange warten muss, aber es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Das Erscheinungsbild hat sich ein wenig verändert, doch das Cover lockt mit düsterer aber auch idyllischer Atmosphäre. Völlig neugierig und gespannt bahnte ich mir den Weg durch die ersten Seiten des neuen Werkes von Rebecca Michéle und sofort befand ich mich an der Seite der rüstigen Dame. Und wieder konnte ich vor mir die Klippen Cornwalls sehen, die kleinen schnuckeligen Häuschen und den gepflegten Rosengarten. Die Autorin schafft es bei mir jedes Mal, dass ich meinen Fantasien freien Lauf lassen kann. Weiterlesen

Rezension: Anja Marschall – London Calling


Perfektes Ermittlungsteam!london-calling

Der Tod des dubiosen Finanzberaters Bradshaw schockiert die Londoner Finanzwelt. Die Polizei ist auf der Suche nach einer Stalkerin, die dem Berater anscheinend nicht vom Leibe rücken wollte und stößt bei ihren Ermittlungen auf die verrückte Künstlerin Luna. Diese war wirklich hinter dem Finanzhai her, schließlich veruntreute er ihr Geld. Gegenüber ihrer Freundin Kate schwört sie unschuldig zu sein. Gemeinsam beginnen sie, auf den verzweigten Pfaden der Finanzwelt, nach dem wahren Schuldigen zu suchen.

 Es wurde Zeit für einen Nachfolger von „Das Erbe von Tanston Hall“ von Anja Marschall, denn bereits der erste Fall mit Kate und Luna konnte mich begeistern und ich war gespannt, was die zwei bei ihrem neuen erleben würden. Diesmal führt es die beiden raus aus Cornwall nach London.
Beim Lesen wurde mir schnell klar, wer die Hosen anhat und wer durch das Buch führen wird. Es ist Luna! Mit ihrer selbstbewussten, energiegeladenen und verrückten Art wickelt sie ziemlich schnell alle um den kleinen Finger, besonders Kate. Was Luna an Sympathiepunkten sammelt, dass sammelt Kate Antipathie. So naiv, ernst und altklug. Kein Wunder, dass die gute Kate alleinstehend ist. Und dann lässt sie sich von Luna noch eiskalt überrumpeln, ohne wenn und aber. Durchsetzungskraft fehlt ihr komplett. Kate nimmt alles einfach hin. Käme für mich ja überhaupt nicht in Frage.
Zusammen bilden sie jedoch das perfekte Ermittlungsteam. Auf der einen Seite die verrückte Spontane, auf der anderen die durchdachte und pingelige Kate. Und dieses Duo belebt die zunächst trocken klingende Geschichte. Es gibt keine ruhige Minute für die Beiden in der korrupten Finanzwelt. Kate und Luna setzen sich aber gekonnt mit den Gefahren auseinander und hin und wieder führten sie mich mit einem Lachen durch die Story und das Buch war schneller gelesen als zunächst gedacht.
Die einzelnen Ermittlungsschritte sind durchdacht, spannend erzählt und ließen sich sehr flüssig lesen. Auch wenn die Szenerien häufig wechselten, verlor ich nie den Faden. Im Gegenteil, gerade das belebte das Buch und durch das hektische Treiben fühlte ich mich als Teil der Geschichte. Ich war absolut begeistert von der Idee und der Umsetzung. Absolute Leseempfehlung!

 Fazit: Fesselnder, spannender Kriminalroman mit vielen Momenten zum Lachen. Ich freue mich auf den nächsten Fall des chaotischen Duos.

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Anja Marschall – London Calling
Goldfinch Verlag
Taschenbuch, 300 Seiten
ISBN: 978-3-940258-33-5
12,95 € [D]; 13,40 € [A]
E-Book; ISBN 978-3-940258-34-2; 7,99 €

200. Blogbeitrag – Buch: Inge Löhnig – Deiner Seele Grab


Ich hatte ja bereits angekündigt, dass der 200. Eintrag in meinem Blog einer ganz besonderen Schriftstellerin gebührt. Auch wenn das für viele vielleicht überraschend ist. Vor ein paar Jahren entdeckte ich die Krimiserie um den Kommissar Dühnfort für mich und er läßt mich einfach nicht los. Ich mag diese Geschichten absolut und warte immer sehnsüchtig auf den nächsten Band.
Liebe Inge, diese Krimis sind fantastisch!
Heute gibt es die Rezension zum aktuellen Fall von Kommissar Dühnfort:

Samariter in München?deiner seele grab

 In einer Hand einen Apfel, in der anderen ein paar Trauben. Ein Zeichen der Erlösung? Ein „Samariter“ tötet alte Menschen und bahrt sie mit solchen Symbolen versehen ordentlich auf. Kommissar Dühnfort stößt bei seinen Ermittlungen auf einen Blog und die Putzfrau Elena. Heiße Spuren, die dem Team in München schlaflose Nächte bereiten.

Deiner Seele Grab ist der sechste Fall für den Kommissar aus München. Und wieder wartet ein sehr schwieriger auf ihn. Alles wirkt recht verstrickt und zu viele Personen machen ihm die Ermittlungsarbeit nicht leicht.
Es gibt zwei Haupthandlungsstränge und zwei Nebenstränge, die zunächst nicht zusammenzupassen scheinen, der Autorin gelingt es aber, alles ohne Probleme oder Holperer zusammenzufügen. Weiterlesen

Rezension: Bryan Smith – Seelenfresser


SeelenfresserEin Dorf wird verschlungen!

 Sie ist eine Lamia, ein Dämon und wird eine Seele nach der anderen verschlingen.

Jake kommt in seinen Heimatort zurück um seinem Bruder zu helfen, der sich anscheinend mit dem Zutun seiner neuen Freundin Myra sehr verändert hat. Nach einigen Beobachtungen muss er feststellen, dass diese besessen zu sein scheint, von einem Dämon, der alle in willenlose Sex-Sklaven verwandelt und sie hörig macht.

Ein paar Bücher von Bryan Smith hab ich ja bereits gelesen und nach diesem kann bzw. muss ich sagen: Keines gleicht dem anderen. Und das finde ich toll. Mal Zombies, mal Kannibalen und jetzt Übernatürliches mit Dämonen. Die Geschichten stecken voller Potential und Abwechslung.
Mit einer, sagen wir, „Liebesgeschichte“ scheint das Buch zu beginnen, doch der romantische Abend von Trey und Myra wird gestört und mit diesem Ereignis verändert sich auch Trey und langsam auch die ganze Stadt. Als Leser verfolgt man die schleichende Übernahme mit wachsendem Interesse. Die Willenlosigkeit und Gewaltbereitschaft der Leute nimmt zu. Aber klar, wenn man nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Hier gab es dann auch sehr eklige und harte Folterungen zu lesen.
Ein paar Freunde von Trey schließen sich recht bald Jack an und sie schaffen es soweit hinter die Facette von Myra zu blicken und entdecken das Grauen. Jetzt läuft die Zeit, ich huschte von Seite zu Seite, bangte und fieberte mit und hoffte auf ein gutes Ende. Ganz überraschend war es leider nicht.

Das Buch hat mir echt gut gefallen, weil es mal etwas anderes war, als nur Kannibalen und Blut. Klar das gab es auch, sowie jede Menge Sex, aber alles so gut verpackt, dass es Spaß gemacht hat dem Geschehen zu folgen. Der Schreibstil ist toll, das Wesentliche wird hervorgehoben ohne dabei aber ausschweifend zu wirken. Mir ging es jedenfalls so wie bei den anderen Büchern von Bryan Smith. Die Stunden zogen vorbei und ich vergaß alles um mich herum. So muss es sein.

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Bryan Smith – Seelenfresser
Verlag: Festa Verlag
352 Seiten
€ 13,95

Rezension: Wrath James White – Der Totenerwecker


totenerweckerDer Nachbar, der Leben einhaucht!

Sarah und Josh wohnen in einer zauberhaften, idyllischen Wohnsiedlung. Nur der neue Nachbar bereitet der hübschen Sarah etwas Unbehagen. Seit dieser eingezogen ist, plagen sie Albträume. Sie und ihr Mann werden darin immer wieder bestialisch ermordet. Sie redet sich ein, es seien nur ihre Ängste, bis sie eines morgens die Blutflecken auf Teppich und Matratze entdeckt.

„Sein Schmerz“ von Wrath James White hatte mich bereits überzeugen können, vor allem die Idee der Geschichte und die Umsetzung hatten mich absolut begeistert. Umso mehr war ich gespannt ob „Der Totenerwecker“ da mithalten konnte. Er konnte es definitiv und hat mich noch mehr faszinieren können.
Dale ist ein Psychopath, der meint mit seiner Fähigkeit hat er alles im Griff und spielt Gott. Er nimmt Leben und gibt es zurück. Nach einem verheerenden Ereignis in seiner Kindheit, hat er diese Gabe nicht mehr unter Kontrolle und spielt damit. Und er lässt seiner perversen und kranken Fantasie freien Lauf. An Frauen kommt er nicht ran, zu unscheinbar, zu dünn, zu hässlich und zu schüchtern. Mit seiner Gabe jedoch nimmt er sich jedes Hindernis aus dem Weg. Er kann foltern, missbrauchen, vergewaltigen und morden wie er lustig ist. Keiner kommt ihm auf die Schliche, weil sie vergessen.
Sarah ist da anders, sie kämpft und trifft Vorsichtsmaßnahmen, die dann langsam Licht ins Dunkle bringen und hinter das Geheimnis des Nachbarn kommen.
Das Buch liest sich so rasant und flüssig, ich war überrascht wie schnell das Ende anstand, das mich komplett umgehauen hat und mir wieder bewies, dass Wrath James White einfach ein wahnsinnig kreativer Autor ist. In Sachen Obszönität und Brutalität muss er sich hinter einem Lee oder Laymon nicht verstecken. Aber wer mit denen umgehen kann, der schüttelt den Ekel schnell von sich ab und lässt sich einfach nur mitreißen. Die Mischung aus Thriller und Horror mit etwas Fantasy bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Fazit: Wahnsinnige, großartige Idee, die mit spannendem Schreibstil zu einer hervorragenden Geschichte wird, die mich absolut gefesselt und überzeugt hat.

Wrath James White – Der Totenerwecker
Verlag: Festa Verlag
352 Seiten
€ 13,95

Rezension: Andreas Adlon – Tod im Netz


adlonReal und spannend

Im Schlosspark in Oldenburg wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Kommissar Paul Schweigert, versetzt aus dem schönen Frankfurt, nimmt sich den Fall vor. Gemeinsam mit seiner Kollegin Lisbeth Eicken verfolgen sie die Spuren, die sie zu einem zwielichtigen Club führen, der junge, blonde Frauen auf Facebook für besondere Abende sucht.

„Tod im Netz“ ist mein erster Krimi des Autors Andreas Adlon. Und ich muss gleich vorweg gestehen, es wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein.
Der Autor erzählt eine spannende Geschichte, wie sie aktueller nicht sein könnte. Vermehrt lernen sich Menschen über Facebook und Co kennen, lassen sich gern durch Geschriebenes hinreißen und werden unvorsichtig. Und da hat sicherlich jeder bereits eine Erfahrungen machen müssen.
Die Hauptcharaktere sind mir sympathisch und wirken sehr natürlich, beide Kommissare leben und lieben ihre Arbeit, kämpfen allerdings auch mit den alltäglichen Problemen wie Familie oder Singledasein. Die Story wirkt ebenso real und könnte in jeder Stadt passieren.
Gut gefallen hat mir, dass der Autor verschiedene Fährten legt und ich wirklich bis zum Schluss keine Ahnung hatte, wer der Täter hätte sein können. Zu dem spannenden Aufbau kam auch noch der flüssige Schreibstil. Es gab keine langweiligen Pausen. So las ich das Buch in einem Rutsch begeistert durch. Der Alltag blieb hinter mir.

Fazit: Sehr realer, spannender Thriller mit ermahnendem Hintergrundgedanken. Absolute Leseempfehlung von mir!

5/5

Andreas Adlon – Tod im Netz
Kindle Edition
ca. 212 Seiten
Derzeit: € 0,99 sonst € 2,99