Buchrezension: Monica J. O´Rourke – Quäl das Fleisch


quäl das fleischZoey hat Übergewicht und fühlt sich schon länger nicht wohl in ihrem Körper. Eine junge Frau erzählt ihr von einer neuen Therapie, ohne das Zoey davon weiß, dass sie dafür bereits vorgesehen ist. Nur wenig später wird sie entführt und erwacht in einem Bunker. Dieser gehört einem Mann, der mit allerlei Qualen und Schmerzen die Pfunde zum Schmelzen bringen möchte. Eine Tortur ohne Ausweg beginnt. Weiterlesen

Rezension: Edward Lee, John Pelan – Der Muschelknacker


Von einem anderen SternMuschelknacker

Ashton ist ein angesehener Sterne-Koch und immer auf der Suche nach neuen Rezepten und Zutaten. Er hat von einem ganz besonderen Aal gehört, dem Muschelknacker, den es nur am Sutherland Lake in Nordamerika geben soll. Zusammen mit seinem Bruder Bob und den Freundinnen Sheree und Carol macht er sich auf den Weg. Die Brüder Esau und Enoch betreiben in der Nähe des Sees ein Angelgeschäft. Die meisten Touristen besuchen die Gegend nur einmal und tauchen nie wieder auf. Sheree und Carol erkunden auf eigene Faust das Territorium der Hinterwäldler und machen merkwürdige Entdeckungen, die sie in Gefahr bringen. Auch Ashton und Bob müssen feststellen, dass sich im See seltsame Dinge tun. Weiterlesen

Buchtipp der Woche: Brett McBean – Die Verdammten


die verdammtenBrett McBean gehört zu den beliebtesten Schriftstellern in der Festa-Verlags-Fangemeinde. Im April erscheint ein neues Horror-Taschenbuch des Amerikaners und holt Endzeit-Stimmung ins Wohnzimmer.

Inhalt:

Kämpfe oder sterbe!

Beth Milburn will mit ihrer Tochter nach einem Shopping-Trip die Tiefgarage des Einkaufszentrums verlassen, als es passiert: Bäume brechen durch den Beton und verwandeln das Parkdeck in einen dichten Urwald. Der Weg nach draußen ist abgeschnitten.
Als niemand zur Hilfe kommt, ahnen die Eingeschlossenen, dass ganze Landstriche von der rätselhaften Naturkatastrophe betroffen sind – möglicherweise sogar die ganze Welt.
So ist es tatsächlich: Das Recht des Stärkeren regiert. Wer sich nicht anpasst, stirbt. Mordende Banden streifen durch die Wildnis. Menschen werden zu Raubtieren, und ein gnadenloser Kampf ums Überleben in der neuen Weltordnung beginnt. (Quelle: Festa Verlag)

Brett McBean – Die Verdammten
Festa Verlag
592 Seiten
€ 13,95

Leseprobe! 

Rezension: Bryan Smith – Seelenfresser


SeelenfresserEin Dorf wird verschlungen!

 Sie ist eine Lamia, ein Dämon und wird eine Seele nach der anderen verschlingen.

Jake kommt in seinen Heimatort zurück um seinem Bruder zu helfen, der sich anscheinend mit dem Zutun seiner neuen Freundin Myra sehr verändert hat. Nach einigen Beobachtungen muss er feststellen, dass diese besessen zu sein scheint, von einem Dämon, der alle in willenlose Sex-Sklaven verwandelt und sie hörig macht.

Ein paar Bücher von Bryan Smith hab ich ja bereits gelesen und nach diesem kann bzw. muss ich sagen: Keines gleicht dem anderen. Und das finde ich toll. Mal Zombies, mal Kannibalen und jetzt Übernatürliches mit Dämonen. Die Geschichten stecken voller Potential und Abwechslung.
Mit einer, sagen wir, „Liebesgeschichte“ scheint das Buch zu beginnen, doch der romantische Abend von Trey und Myra wird gestört und mit diesem Ereignis verändert sich auch Trey und langsam auch die ganze Stadt. Als Leser verfolgt man die schleichende Übernahme mit wachsendem Interesse. Die Willenlosigkeit und Gewaltbereitschaft der Leute nimmt zu. Aber klar, wenn man nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Hier gab es dann auch sehr eklige und harte Folterungen zu lesen.
Ein paar Freunde von Trey schließen sich recht bald Jack an und sie schaffen es soweit hinter die Facette von Myra zu blicken und entdecken das Grauen. Jetzt läuft die Zeit, ich huschte von Seite zu Seite, bangte und fieberte mit und hoffte auf ein gutes Ende. Ganz überraschend war es leider nicht.

Das Buch hat mir echt gut gefallen, weil es mal etwas anderes war, als nur Kannibalen und Blut. Klar das gab es auch, sowie jede Menge Sex, aber alles so gut verpackt, dass es Spaß gemacht hat dem Geschehen zu folgen. Der Schreibstil ist toll, das Wesentliche wird hervorgehoben ohne dabei aber ausschweifend zu wirken. Mir ging es jedenfalls so wie bei den anderen Büchern von Bryan Smith. Die Stunden zogen vorbei und ich vergaß alles um mich herum. So muss es sein.

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Bryan Smith – Seelenfresser
Verlag: Festa Verlag
352 Seiten
€ 13,95

Rezension: Wrath James White – Der Totenerwecker


totenerweckerDer Nachbar, der Leben einhaucht!

Sarah und Josh wohnen in einer zauberhaften, idyllischen Wohnsiedlung. Nur der neue Nachbar bereitet der hübschen Sarah etwas Unbehagen. Seit dieser eingezogen ist, plagen sie Albträume. Sie und ihr Mann werden darin immer wieder bestialisch ermordet. Sie redet sich ein, es seien nur ihre Ängste, bis sie eines morgens die Blutflecken auf Teppich und Matratze entdeckt.

„Sein Schmerz“ von Wrath James White hatte mich bereits überzeugen können, vor allem die Idee der Geschichte und die Umsetzung hatten mich absolut begeistert. Umso mehr war ich gespannt ob „Der Totenerwecker“ da mithalten konnte. Er konnte es definitiv und hat mich noch mehr faszinieren können.
Dale ist ein Psychopath, der meint mit seiner Fähigkeit hat er alles im Griff und spielt Gott. Er nimmt Leben und gibt es zurück. Nach einem verheerenden Ereignis in seiner Kindheit, hat er diese Gabe nicht mehr unter Kontrolle und spielt damit. Und er lässt seiner perversen und kranken Fantasie freien Lauf. An Frauen kommt er nicht ran, zu unscheinbar, zu dünn, zu hässlich und zu schüchtern. Mit seiner Gabe jedoch nimmt er sich jedes Hindernis aus dem Weg. Er kann foltern, missbrauchen, vergewaltigen und morden wie er lustig ist. Keiner kommt ihm auf die Schliche, weil sie vergessen.
Sarah ist da anders, sie kämpft und trifft Vorsichtsmaßnahmen, die dann langsam Licht ins Dunkle bringen und hinter das Geheimnis des Nachbarn kommen.
Das Buch liest sich so rasant und flüssig, ich war überrascht wie schnell das Ende anstand, das mich komplett umgehauen hat und mir wieder bewies, dass Wrath James White einfach ein wahnsinnig kreativer Autor ist. In Sachen Obszönität und Brutalität muss er sich hinter einem Lee oder Laymon nicht verstecken. Aber wer mit denen umgehen kann, der schüttelt den Ekel schnell von sich ab und lässt sich einfach nur mitreißen. Die Mischung aus Thriller und Horror mit etwas Fantasy bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Fazit: Wahnsinnige, großartige Idee, die mit spannendem Schreibstil zu einer hervorragenden Geschichte wird, die mich absolut gefesselt und überzeugt hat.

Wrath James White – Der Totenerwecker
Verlag: Festa Verlag
352 Seiten
€ 13,95

Rezension: Edward Lee + Wrath James White – Der Teratologe


teratologe_1Harter Tobak

James Bryant und Richard Westmore sind Journalisten und bekommen einen neuen Auftrag. Sie sollen eine Reportage über den zurückgezogenen Milliardär John Farrington schreiben. Im Haus angekommen, sehen sie einen nackten, verwirrten Neureichen, der halluziniert.
Sie werden Zeugen sexueller Praktiken mit deformierten Frauen und Männer, die durchgeführt werden von Religiösen, die mit einer Potenzdroge gefügig gemacht werden. Der Milliardär behält bei dem Ganzen die Obermacht und hofft, dass Gott höchstpersönlich den Weg in seine Gemächer findet.

 Der Teratologe ist wieder ein Extrem Band aus dem Hause Festa und diesmal haben sich gleich zwei Autoren zusammen getan, die mich mit ihren umstrittenen Geschichten bereits schocken konnten. Edward Lee und Wrath James White. Die Idee der Geschichte fand ich klasse, wahrscheinlich würde auch kein anderer Verrückter auf so eine kommen. Gut, nach den ersten Seiten war mir schon wieder schlecht und ich überlegte das Buch zur Seite zur legen, aber die Neugier konnte ich nun mal nicht zurückhalten und so saß ich während des Lesens oft mit verzogenem, angewiderten Gesicht da. Das ist schon harter Tobak, mit was der Leser bedient wird. Man mag sich die Situationen gar nicht bildlich vorstellen.
Mitleid hatte ich mit allen erwähnten Personen, sei es die armen Journalisten, die gefangen waren in dem Szenario oder die armen behinderten Menschen, die nicht fliehen konnten oder die Religiösen, die versuchten gegen die Potenzdroge anzukämpfen. Auch mit John Farrington hatte ich Mitleid. Dessen Psyche ist einfach total krank und wahnsinnig. So einer gehört behandelt und weggesperrt.
Trotz allem Ekelfaktor und grausamen, makaberen Szenen las ich das Buch in einem Rutsch durch. Auch wenn ich mich fragte: Warum tust Du Dir das immer wieder an?
Ganz einfach: Ich bin fasziniert, was sich Lee und White immer wieder einfallen lassen. Diese verrückte, absurden, obszönen Geschichten sind einfach andersartig. Sie sind nichts für zarte Gemüter und stechen einfach aus der gewöhnlichen Büchermasse heraus. Und das macht sie einfach besonders. Man muss sich einfach bewusst sein, es ist eine Geschichte, nicht mehr!

Fazit: Obszöne, gruslige Geschichte mit grausamen Darstellungen des geschlechtlichen Verkehrs, die schockieren und abartiger nicht hätten sein können. Damit muss man umgehen können!
Für Fans ein Muss! Und definitiv erst ab 18 Jahren geeignet!

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Edward Lee + Wrath James White
Verlag: Festa
Extrem Band 3
144 Seiten
€ 12,80

Rezension: Richard Laymon – Die Familie


die familieHöhle des Grauens

Das Mordock Cave Hotel ist bei Touristen sehr beliebt, vor allem die darunter liegende Höhle ist eine eindrucksvolle Sehenswürdigkeit. Nach einem Stromausfall sind Darcy und 30 weitere Ausflügler in der dunklen Höhle gefangen. Zusammen mit Greg versucht sie einen Ausgang zu finden und stößt dabei auf ein Geheimnis, das der Hotelbesitzer seit Jahren verheimlicht. Jetzt heißt es fliehen oder sterben!

In meinem Bücherregal stehen ja recht viele Laymon-Werke und nach mehreren Empfehlungen landete dort auch „Die Familie“.
Die ersten Seiten lasen sich recht fließend, neugierig wartete ich auf die ersten ekligen, grusligen Passagen. Aber da musste ich lange lesen und fühlte mich ein wenig an der Nase herumgeführt. Als es richtig zur Sache zu gehen schien, kam auf einmal ein neues Kapitel. Meiner Meinung nach gab es in diesem zu viel Zensur und Verharmlosung.
Der typische, knallharte Laymon fehlte mir. Die paar Splatter- Einlagen konnten meine mittlerweile ja doch anspruchsvolle Horrorleidenschaft nicht befriedigen.
Zudem waren die Charaktere mehr als nur dämlich. Pupertierende Jugendliche, die in Extremsituationen flirten, sich kindisch benehmen, trotzdem aber Superheld-Charakterzüge mitbringen und gestandene, erwachsene Männer, die sich ständig zu Raufereien hinreißen lassen. Einige werden kurz genannt, wie z.B. Brad und Lynn. Da dachte ich mir, sie würden vielleicht noch eine entscheidende Rolle spielen. Ich wurde aber enttäuscht. Alles wirkte auf mich so unfertig, nicht ausgereift.
Nach der Hälfte kam dann wenigstens mal ein bisschen Schwung in das Ganze und ab da machte es fast Spaß die Geschichte zu lesen. Normalerweise sitze ich aber echt gespannter vor einem Buch.

Fazit: So langsam verliere ich die Lust an Laymon, die Spannung ließ einfach zu wünschen übrig, die Personen waren lieblos und dämlich, nur zum Ende hin konnte man einen Hauch von Laymons Können spüren. Hoffentlich werden die nächsten Erscheinungen wieder besser.

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Richard Laymon – Die Familie
Verlag: Heyne Hardcore
352 Seiten
€ 9,99