Rezension: Oscar Wilde – The happy Prince and other Stories


Oscar WildeThese special fairy tales, which Oscar Wilde made up for his own sons, include ‚The Happy Prince‘, who was not as happy as he seemed; ‚The Selfish Giant‘, who learned to love little children; ‚The Star Child‘, who suffered bitter trials when he rejected his parents. . . . Often whimsical and sometimes sad, they all shine with poetry and magic.

Im Rahmen der „Winter to Spring Challenge“ wurde mir die Aufgabe gestellt ein englischsprachiges Buch zu lesen. Ich überlegte lange, denn ein 500 Seiten Buch war mir einfach zu anstrengend. So griff ich zu der Kurzgeschichtensammlung von Oscar Wilde.
Der irische Schriftsteller wurde zu seiner Zeit stark bewundert, aber im prüden England auch oft als Skandalautor gesehen. Gesellschaftskomödien, Kriminalerzählungen, für jedes Genre hatte Oscar Wilde eine Geschichte parat, die entweder begeisterte oder schockierte. Mit seiner Homosexualität ging Wilde sehr offen um. Zu offen, denn eine Anklage wegen Unzucht brachte ihn für zwei Jahre ins Gefängnis.

Doch kommen wir nun zum Buch!

Die Geschichten um den Happy Prince lesen sich erstaunlicherweise sehr einfach. Man spürt die Kreativität des Autors, die Auschweifungen, das Imaginäre. Sie bezaubern, machen traurig oder fröhlich und sind mit nachdenklichen Botschaften versehen. Ich hatte auch kein Problem mit der Übersetzung. Gut, alle Worte kannte ich natürlich nicht, doch wenn man den größten Teil des Satzes versteht, ist das kein Problem. Mir hat es Spaß gemacht in die Gedanken von Wilde einzudringen, in seine Welt und seinen Empfindungen. Die frühere Literatur ist anspruchsvoller und durchdachter, vielleicht auch ein bisschen blauäuiger und verträumter. Aber warum nicht mal der Fantasie und den Träumen freien Lauf lassen? Heute wird viel zu viel auf Masse produziert und selten gehen Autoren noch ein Risiko ein.
Vielleicht sollte man hin und wieder zu einem Werk der „Alten“ greifen und seinem Gehirn nicht immer stumpfe, gewaltverherrlichende Thriller zum verdauen geben.

Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Penguin Classics (26. Juli 2007)
Sprache: Englisch
Preis zwischen € 0,06 und € 13,95

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Frohes neues Jahr!


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Meine lieben Leseratten und Büchereulen,

ich wünsche euch ein ganz tolles, zufriedenes und glückliches 2014.
Bleibt an euren Träumen und Wünschen dran, lebt euer Leben mit Genuss und lest! Nehmt euch die Zeit für ein gutes Buch, taucht ein in andere Welten.

Mit dem richtigen Krimi lässt sich das neue Jahr besonders gut einläuten. Was haltet ihr davon?

Martin Mahle – Neujahr
Inhalt:neujahr
Der Weg zum Start des Trimm-dich-Pfads ist nicht geräumt, aber voller Fußspuren. Dann bemerkt Mahle am Wegesrand Fußspuren, die schon mit den üblichen kleinen Ziffern-Schildern der Spurensicherung versehen wurden. Mahle merkt, wie er Gänsehaut bekommt. Nesdet tritt in den Lichtkegel des im Wald aufgestellten Scheinwerfers und Mahle hört ihn sagen: „Hier ! Ein Mann und eine Frau !“ Die anderen Beamten folgen Nesdet nach. Da am Boden farbige Markierungsstreifen ausgelegt sind, die die Bereiche abgrenzen, die zur Spurensicherung nicht betreten werden dürfen, stellen sich alle darum herum auf. Mahle sieht zuerst die weibliche Leiche und bemerkt es schon aus einigen Metern Entfernung. „Aber das ist sie ja gar nicht !“, ruft er laut aus, woraufhin die anderen ihn ansehen. Er beschleunigt seine Schritte etwas und geht direkt auf die im Schnee liegende Tote zu. Die auf dem Rücken liegende schwarzhaarige Frau trägt ein knöchellanges, silbern glänzendes Paillettenkleid mit dünnen Spaghetti-Trägern und dazu flache, ebenfalls silberfarbene Slippers. Die Beine sind unter dem Kleid merkwürdig verdreht und die nackten Arme der Frau zeigen fast waagerecht nach links und rechts vom Körper weg. Als ob sie sich nach dem Treffer einmal um sich selbst gedreht hätte, bevor sie umfiel, denkt Mahle. Mitten in der Stirn klafft ein blutverkrustetes Loch und der Schnee unter dem Kopf der Toten ist blutrot gefärbt. Genau im Ausschnitt des Kleides sieht Mahle eine weitere Schußverletzung. Glatte Durchschüsse, denkt er. Von oben sieht Mahle der Frau nun in ihr aschfahles Gesicht und kann nun laut bestätigen, was ihm schon aufgefallen ist, als er auf die Tote zulief: „Das hier ist nicht meine ehemalige Kollegin Karin Genner ! Das ist eine mir völlig unbekannte Frau ! Das gibt“s ja nicht ! Was ist denn hier bloß los ?“ Mit diesen Worten wendet er sich um und sieht zur anderen Leiche. Er macht drei Schritte auf den leblosen Körper zu und geht dann in die Hocke um dessen Gesicht besser erkennen zu können, da der Mann auf dem Bauch und sein Gesicht halb im Schnee liegt. Die Jacke des Mannes weist am Rücken zwei handtellergroße Löcher aus. Bei so großen Austrittswunden war der Schütze nicht weit von ihm weg, denkt Mahle. Dann schüttelt er den Kopf. „Den kenne ich auch nicht !“, gibt er dann Auskunft. (Quelle: Amazon.de)

Martin Mahle – Neujahr
Verlag: Monsenstein und Vannerdat
291 Seiten
€ 20,50 (gebundene Ausgabe)

Adventszeit


Heute ist der erste Advent, die erste Kerze am Kranz wird angezündet und auch die Thrillerwelt kommt in Weihnachtsstimmung und wird besinnlich. Um die Zeit bis zum Heilig Abend zu verkürzen, gibt es wunderschöne Kalenderbücher, die mit 24 Geschichten auf die gemütliche Weihnachtszeit einstimmen.

advent

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: FISCHER KJB
ISBN-13: 978-3596807529
€ 7,00

Happy Birthday Stephen King


Der Meister des Horrors feiert heute seinen 66. Geburtstag. Und wie wir ja bekanntlich wissen, fängt das Leben mit 66 erst so richtig an. Können wir also gespannt sein auf neue, weitere Werke des „Meisters“?
Und ob wir das können. Bereits im Oktober wird ein neuer Roman erscheinen. Mit „Doctor Sleep“ werden alle Gemüter befriedigt, die sich immer gefragt haben: Was ist aus dem kleinen Danny aus „Shining“ geworden?

Inhalt Doctor Sleep:

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf. ( Quelle: Heyne-Verlag )

Zudem kommt Stephen King über den großen Teich zu uns nach Deutschland, um sein neues Werk vorzustellen.

Am 19.11.2013 wird er im Rahmen des Krimifestivals in München im Circus Krone lesen, am 20.11.2013 dann in Hamburg.

Leseprobe zu Doctor Sleep

Gewinner der Verlosung Seelentausch


Meine Lieben,

die Verlosung ist beendet. Die Gewinner wurden schriftlich von mir benachrichtigt. Ich freue mich über die große Teilnahme und dass es so gut angekommen ist.
Hoffe ihr schaut auch weiterhin hier im Blog vorbei. Morgen wird es wieder einen neuen Buchtipp geben und ein oder zwei Rezensionen stehen noch aus.

Ich bedanke mich für euer Interesse und Unterstützung.

Lieben Gruß aus der Thrillerwelt

28.08. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe


O vergib mir! vergib mir! Gestern! Es hätte der letzte Augenblick meines Lebens sein sollen. O du Engel! Zum ersten Male, zum ersten Male ganz ohne Zweifel durch mein innig Innerstes durchglühte mich das Wonnegefühl: Sie liebt mich! Sie liebt mich! Es brennt noch auf meinen Lippen das heilige Feuer, das von den deinigen strömte, neue, warme Wonne ist in meinem Herzen. Vergib mir! vergib mir!

Und schon erkannt? Aus welchem großartigen Werk stammt wohl dieses Zitat? Antworten können gerne als Kommentar hinterlassen werden. Zu gewinnen gibt es aber nichts. 😉Goethe

Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.
Goethes literarische Produktion umfasst Lyrik, Dramen, erzählende Werke (in Vers und Prosa), autobiografische, ästhetische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Auch sein umfangreicher Briefwechsel ist von großer literarischer Bedeutung. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drang. Er wandte sich inhaltlich und formal den Idealen der Antike zu und wurde ab den 1790er Jahren, gemeinsam mit Friedrich Schiller und im Austausch mit diesem, zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Im Alter galt Goethe auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschland.
Während die Wertschätzung Goethes nach seinem Tode zunächst abnahm, wurde er im Deutschen Kaiserreich ab 1871 „zum Kronzeugen der nationalen Identität der Deutschen“ und als solcher für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte nun eine Verehrung nicht nur des Werks, sondern auch der Persönlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensführung als vorbildlich empfunden wurde. Bis heute wird sein Werk zu den Höhepunkten der Weltliteratur gezählt. (Quelle: Wikipedia)

14.08. Geburtstag von Erwin Strittmatter


estrittmatterEiner der bekanntesten DDR-Schriftsteller feiert Geburtstag. Der sorbisch-deutsche Erwin Strittmatter wurde am 14.08.1912 in Spremberg geboren.
Was sind Sorbisch-Deutsche? Das fragen sich jetzt vielleicht ein paar Leser. Die Sorben sind ein westslawisches Volk, das hauptsächlich in der Nieder – und Oberlausitz heimisch ist. Sie leben nach altem Brauch und alter Kultur, sprechen noch ihre eigene Sprache. Diese kann man mit dem Tschechischen und Polnischen ein wenig vergleichen. So findet man im zweisprachigen Siedlungsgebiet in Sachsen und Brandenburg auch bilinguale Schulen.

Strittmatter begann erst spät mit seinem Schaffen. 1950 erschien sein Erstlingswerk: Ochsenkutscher
Bis 1953 arbeitete er zusammen mit Bertolt Brecht am Berliner Ensemble. 1963 erschien sein bekanntester Roman: Ole Bienkopp, der trotz scharfer Kritik 1964 mit dem Nationalpreis ausgezeichnet wurde. In den Jahren 1983,1987 und 1992 erschiene jewals einzelne Teile der Trilogie Der Laden. Diese wurde 1998 verfilmt.

Trotz der literarischen Leistungen und Erfolge geriet er immer wieder in die Kritiken der Presse. Er hätte zu Lebzeiten seine Nähe zur Waffen SS verschwiegen und stand im Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit.

Empfehlen kann ich definitiv: Ole Bienkopp

Erwin Strittmatter – Ole Bienkopp