Buchtipp der Woche: Tim Miller – Willkommen in Hell, Texas


hell_texas_1Nachdem ich ja das letzte halbe Jahr so wenig Zeit hatte, stapeln sich nun die Extrem-Bände von Festa bei mir. Nr. 8, 9 und 10 warten noch darauf gelesen und rezensiert zu werden. Bis zum 27.02.2015 sollte ich das allerdings geschafft haben, denn dann erscheint der nächste Band der Extrem-Reihe!

Tim Miller – Willkommen in Hell, Texas

Inhalt:

Auf ihrem Roadtrip durch den Süden von Texas werden vier Collegestudenten irgendwo im Nirgendwo von einem Sheriff angehalten und verhaftet. Er beschuldigt sie illegale Einwanderer zu sein.
Die vier werden in das Städtchen Hell gebracht. Hier leben die Bürger nach ihren eigenen kranken Regeln. Und in der Kunst der sadistischen Vernichtung von Fleisch und Seele haben sie unvorstellbare Meisterschaft erlangt … Weiterlesen

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Buchrezension: Monica J. O´Rourke – Quäl das Fleisch


quäl das fleischZoey hat Übergewicht und fühlt sich schon länger nicht wohl in ihrem Körper. Eine junge Frau erzählt ihr von einer neuen Therapie, ohne das Zoey davon weiß, dass sie dafür bereits vorgesehen ist. Nur wenig später wird sie entführt und erwacht in einem Bunker. Dieser gehört einem Mann, der mit allerlei Qualen und Schmerzen die Pfunde zum Schmelzen bringen möchte. Eine Tortur ohne Ausweg beginnt. Weiterlesen

Rezension: Edward Lee, John Pelan – Der Muschelknacker


Von einem anderen SternMuschelknacker

Ashton ist ein angesehener Sterne-Koch und immer auf der Suche nach neuen Rezepten und Zutaten. Er hat von einem ganz besonderen Aal gehört, dem Muschelknacker, den es nur am Sutherland Lake in Nordamerika geben soll. Zusammen mit seinem Bruder Bob und den Freundinnen Sheree und Carol macht er sich auf den Weg. Die Brüder Esau und Enoch betreiben in der Nähe des Sees ein Angelgeschäft. Die meisten Touristen besuchen die Gegend nur einmal und tauchen nie wieder auf. Sheree und Carol erkunden auf eigene Faust das Territorium der Hinterwäldler und machen merkwürdige Entdeckungen, die sie in Gefahr bringen. Auch Ashton und Bob müssen feststellen, dass sich im See seltsame Dinge tun. Weiterlesen

Rezension: Edward Lee + Wrath James White – Der Teratologe


teratologe_1Harter Tobak

James Bryant und Richard Westmore sind Journalisten und bekommen einen neuen Auftrag. Sie sollen eine Reportage über den zurückgezogenen Milliardär John Farrington schreiben. Im Haus angekommen, sehen sie einen nackten, verwirrten Neureichen, der halluziniert.
Sie werden Zeugen sexueller Praktiken mit deformierten Frauen und Männer, die durchgeführt werden von Religiösen, die mit einer Potenzdroge gefügig gemacht werden. Der Milliardär behält bei dem Ganzen die Obermacht und hofft, dass Gott höchstpersönlich den Weg in seine Gemächer findet.

 Der Teratologe ist wieder ein Extrem Band aus dem Hause Festa und diesmal haben sich gleich zwei Autoren zusammen getan, die mich mit ihren umstrittenen Geschichten bereits schocken konnten. Edward Lee und Wrath James White. Die Idee der Geschichte fand ich klasse, wahrscheinlich würde auch kein anderer Verrückter auf so eine kommen. Gut, nach den ersten Seiten war mir schon wieder schlecht und ich überlegte das Buch zur Seite zur legen, aber die Neugier konnte ich nun mal nicht zurückhalten und so saß ich während des Lesens oft mit verzogenem, angewiderten Gesicht da. Das ist schon harter Tobak, mit was der Leser bedient wird. Man mag sich die Situationen gar nicht bildlich vorstellen.
Mitleid hatte ich mit allen erwähnten Personen, sei es die armen Journalisten, die gefangen waren in dem Szenario oder die armen behinderten Menschen, die nicht fliehen konnten oder die Religiösen, die versuchten gegen die Potenzdroge anzukämpfen. Auch mit John Farrington hatte ich Mitleid. Dessen Psyche ist einfach total krank und wahnsinnig. So einer gehört behandelt und weggesperrt.
Trotz allem Ekelfaktor und grausamen, makaberen Szenen las ich das Buch in einem Rutsch durch. Auch wenn ich mich fragte: Warum tust Du Dir das immer wieder an?
Ganz einfach: Ich bin fasziniert, was sich Lee und White immer wieder einfallen lassen. Diese verrückte, absurden, obszönen Geschichten sind einfach andersartig. Sie sind nichts für zarte Gemüter und stechen einfach aus der gewöhnlichen Büchermasse heraus. Und das macht sie einfach besonders. Man muss sich einfach bewusst sein, es ist eine Geschichte, nicht mehr!

Fazit: Obszöne, gruslige Geschichte mit grausamen Darstellungen des geschlechtlichen Verkehrs, die schockieren und abartiger nicht hätten sein können. Damit muss man umgehen können!
Für Fans ein Muss! Und definitiv erst ab 18 Jahren geeignet!

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Edward Lee + Wrath James White
Verlag: Festa
Extrem Band 3
144 Seiten
€ 12,80

Rezension: Southard, Nate + White, Wrath James – Eine Nacht in der Hölle + Sein Schmerz


Nacht in der HölleDillon sitzt geknebelt und gefesselt in einem Haus abseits der Stadt. Er gilt als beliebtester Footballspieler der High School, bis sein Geheimnis entdeckt wurde. Und dieses heißt „Randy“. Nur Kevin und seine Freunde dulden keine „Schwuchteln“ im Team.

Für Dillon und Randy wird diese Nacht wirklich „Eine Nacht in der Hölle“ Unbarmherzig und brutal gehen Kevin und seine Begleiter mit dem einstigen besten Freund um. Die Szenen sind grausam und erschütternd, gehen wirklich in Mark und Bein über. Ich erschauderte beim Lesen und fühlte mich beim blättern der Seiten nicht wirklich wohl. Kevin kennt keine Schamgrenze und verleitet seine Mitstreiter zu Taten, die sie sonst nie in Erwägung ziehen würden. Diesmal konnte mich Nate Southard wieder fesseln, auch wenn die Geschichte dramatisch und schockierend ist, legte sie ein ordentliches Tempo an den Tag. Nach dem Ende brauchte ich erst einmal ein paar Minuten zum verschnaufen.
Dann ging es zur Geschichte von Wrath James Write!

Jason wird mit einer seltenen Erkrankung des Nervensystems geboren. Alles verursacht ihm Schmerzen. Jede Berührung, jeder Geruch, jedes Geräusch, sogar das Atmen. Viele Jahre quält sich der Junge, lebt zurückgezogen und einsam, vollgepumpt mit Schmerzmitteln in seinem Zimmer.
Yogi Arjunda scheint seine letzte Rettung. Die Behandlung zeigt Wirkung und Jason verändert sich, doch jetzt möchte er seinen Schmerz teilen!

Die Geschichte fängt recht harmlos an, erzählt vom Heranwachsen des kranken Jasons und vom Leiden der Eltern. Mitleid macht sich in mir breit, neugierig folge ich dem Verlauf und tauche ein in das Leben der Familie Thompson. Mit der Ankunft des Yogi verändert sich auch die Geschichte. Die liebenswerten Eltern werden unterwürfig, Jason entdeckt sich neu. Die brutalen Szenen tauchen auf. Das zunächst harmlos wirkende Buch entwickelt sich zu einem absoluten Horror für alle Beteiligten. Die Sexszenen sind bizarr und grausam und nichts für Zartbesaitete. Wrath James schreibt sehr flüssig und fesselnd. „Schänderblut“ steht noch im Regal und wird wohl demnächst einverleibt. Das kurze Stell-Dich-ein hat mir ganz gut gefallen, gerade weil ich die Idee sehr kreativ und hervorragend fand.

Fazit: Diese zwei Geschichten waren absolut kurzweilig, spannend und interessant. Beide Autoren haben ihre Stärken im Schreiben gezeigt und haben mich trotz der brutalen Sequenzen überzeugen können.

5/5

Southard, Nate + White, Wrath James
Eine Nacht in der Hölle + Sein Schmerz
96 Seiten, 128 Seiten
Zwei Novellen – EXTREM Band 4
Dies ist ein Festa Double – Zwei Novellen in einem Band, mit Wendecover
Festa Verlag
€ 12,80

Rezension: Edward Lee – Das Schwein


das-schwein„Ich muss total BESCHEUERT sein!“

Leonard ist ein mittelloser Filmstudent, der von der großen Karriere träumt, sich aber mit skrupellosen Pornoproduzenten anlegt, die ihn zwingen in regelmäßigen Abständen neue Filme zu liefern. Doch von normalen Pornos kann keine Rede mehr sein, wenn ein Schwein, ein Schäferhund und zwei drogenabhängige, halbtote Prostituierte die Hauptrolle spielen.

„Das Schwein“ von Edward Lee ist das erste Buch aus der Extrem-Reihe des Festa Verlages. Es hat keine ISBN und ist nur über den Verlag erhältlich. Und warum, wird einem bereits beim Lesen des ersten Satzes klar. Lange hatte ich mich gescheut dieses Buch zu lesen, war mir ja nach „Bighead“ schon kotzübel und die diversen Meinungen zu dem Werk hielten mich auf Abstand. Aber wie es so ist, die Neugier siegte dann doch.
Wie schon gesagt, nach dem ersten Satz hätte ich es schon zur Seite legen wollen, doch nachdem ich ja auch „Bighead“ überstanden hatte, dachte ich mir: komm, ein paar Seiten gehen schon. Aus ein paar Seiten wurde dann das ganze Buch an einem Nachmittag.
Und Lee öffnet wieder alle Tore zur Geschmacklosigkeit. Mit Schwein und Schäferhund bricht er die letzten Tabus, ich ertappe mich dabei, wie ich angewidert einige Passagen einfach überfliege. Diese teils ausführlichen Beschreibungen waren einfach zu viel für mich. Große Literatur ist es ebenso wie „Bighead“ nicht, einfach eine Aneinanderreihung von bizarren, ekligen Szenen, die von sich von Seite zu Seite noch übertrumpfen. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Mit den Charakteren kann und will ich mich gar nicht identifizieren. Ich verspürte weder Mitleid, noch Traurigkeit noch sonst eine Gefühlsregung, außer Ekel.
Der Schreibstil? Einfach, plump ohne große Umschweife geht es zur Sache, es gibt kein schmutziges, perveses Wort, was nicht fällt. Harter Tobak, nichts für zarte Gemüter. Überhaupt nichts! Entweder man kommt mit Lees Schilderungen zurecht, oder man lässt es einfach.
Das Einzige, mit dem Lee immer wieder überraschen kann, ist das Ende. So auch bei „Das Schwein“. Wieder saß ich kopfschüttelnd und amüsiert auf der Couch. Ideen hat der Mann, unglaublich. Ich habe mich immer wieder erinnern müssen: es ist nur ein Buch sonst nichts.

Fazit: Wieder entpuppte sich Lee als Unfall. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, auch wenn ich das Buch am liebsten wieder in das Regal gestellt hätte. Ich hoffte immer noch auf ein glimpfliches Ende und ich weiß, dass das ziemlich naiv ist. Aber der Ausgang der Geschichte belohnte mein Durchhalten, diese absurde Idee und die Umsetzung war einfach klasse. Mal sehen, was Lee noch so in seinem Gehirn gespeichert hat. Ich werde es wohl doch nicht lassen können, seine „Werke“ zu lesen.

3/5

Edward Lee – Das Schwein
Festa Verlag
160 Seiten
ab 18 Jahren!
€ 14,80

Rezension: Bryan Smith – Rock and Roll Zombies aus der Besserungsanstalt


Zombies in Schuluniformen

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Quelle: Festa Verlag

Die musikalische Umerziehungsanstalt, kurz MUSI genannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht Jugendliche von der Heavy Metal Sucht zu befreien und zu braven Mitbürgern zu machen. Der konservative Schein trügt jedoch gewaltig, hinter den Fassaden finden S/M-Spielchen und andere Handlungen statt. Wayne und sein Kumpel Steve machen sich auf den Weg um Melissa, die Freundin Waynes, aus der Anstalt zu befreien. Einfach wird es für die Jungs nicht werden, hat doch ein Kometeneinschlag in der Gegend zahlreiche Zombies ins „Leben“ zurückgerufen.

 Amerikas „Slasherkönig“ hat wieder zugeschlagen. Bryan Smith erweitert meine Sammlung um einen weiteren Horrorthriller. Der Titel Rock-and-Roll Zombies aus der Besserungsanstalt lockte einfach und ich wollte wissen: Was steckt hinter dem außergewöhnlichen Titel? Weiterlesen