Rezension: Greta Schneider, Andreas Adlon – Sushi zum Frühstück


Kurzweilige Liebesgeschichtesushi

Natalie schreibt eifrig an einer Arbeit für ihr Jura-Examen und braucht dringend Ruhe. Doch der neue Nachbar Christoph in der Wohnung über ihr bringt sie zur Weißglut. Er übt auf seiner Violine ständig das gleiche Stück, poltert in der Wohnung mit Gegenständen und lässt nachts sein Bett gerne mal quietschen. Dazu ist er noch so unverschämt gut gelaunt. Christoph findet Gefallen an dem aufbrausenden Temperament der rassigen Natalie und versucht mit seinem Charme, seine kratzbürstige Nachbarin aus der Reserve zu locken.

Rezension: S. A. Urban – Erwarte mich in Paris


„Du gehörst mir!“

Nikola ist Zigeuner und schwul. Nachdem er bekannt gibt, dass er kein normales Leben mit Frau und Kind führen will, versucht die Sippe ihm die „pervese Gesinnung“ aus dem Leib zu prügeln. Seine große, aber unglückliche Liebe Piero hilft ihm zu entkommen. Nikolas Weg führt nach Paris, er wird als Model und Muse entdeckt, sein Leben scheint bergauf zu gehen. Doch der Schein trügt.erwarte-mich-in-paris

 Auf das neue Werk von S.A. Urban war ich sehr gespannt, hatte ich doch bereits die letzten beiden „Einmal Sinti und zurück“ und „Engelsgesang“ regelrecht verschlungen. Ihre Art und Weise den Leser in eine andere Welt zu führen ist fantastisch.
So war ich also bereits nach den ersten Seiten voll an Nikolas Seite, ich kam mir vor wie sein Schatten, der ihm folgte oder bereits vor Ort war. So hatte ich es erwartet. Völlig gebannt, hibbelig und neugierig las ich mich voran. Nikola ist ein sehr sympathischer und lockerer Typ, versucht sich aus den Zwängen zu befreien und sein Leben zu führen. Unglücklich ist er in Piero verliebt, versucht ihm zu beweisen, dass er genauso toll und sexy sein kann, wie die Männer mit denen Piero sonst verkehrt. Doch das wird ihm zum Verhängnis. Seine Sippe quält ihn und bei den Beschreibungen derer Taten war ich sehr geschockt und hab echt Schlucken müssen. Keine leichte Kost für den Leser. Weiterlesen

Rezension: Ulissa Quick – Raumschiff Ecstasy 1.1: Vorspiel und Raumschiff Ecstasy 1.2: Sexvampire


Unendliche Weiten und Tiefen

1.1: Vorspiel

Offizierin Anka Vulvic erweist sich als Jahrgangsbeste an der Akademie der Kopulationsflotte. Sie trägt das Domabzeichen in Rot und ist erfolgreich in weltweiten Sexualwettbewerben. Der Admiral der Flotte hat einen besonderen Auftrag für die junge Frau: Sie wird Kapitän des Raumschiffes Ecstasy. Mit weiteren Offizieren soll sie in die Tiefen des Weltalls vordringen, neue Lebensformen entdecken, ihre sexuellen Vorlieben erforschen und mit ihnen kopulieren.

Quelle: Homepage Raumschiff Ecstasy

„Willkommen bei der unartigsten Science Fiction Serie aller Zeiten.“
Dieser Satz und die ersten gelesenen Eindrücke und Bewertungen verleiteten mich den ersten Teil bei Amazon herunterzuladen. Ich las die ersten Seiten und Kapitel und war gefangen in einer besonderen, reizvollen aber auch sehr verrückten Welt. Die Idee der Geschichte faszinierte mich. Wie kommt man nur auf solche Gedanken? Ich möchte kurz auf die Charaktere eingehen, um deutlich zu machen, mit welcher Fantasie sich der Leser auseinandersetzen muss:
Anka Vulvic – Die bisexuelle Streberin, welche mit besonderen Techniken anscheinend Männlein und Weiblein um den Finger wickeln kann.
Cat – die Katzenfrau, die erste Offizierin und Dienerin der Mistress Vulvic. Sie setzt ihren langen Katzenschwanz beim Kopulieren ein.
Dr. Ludwig Tittengruber – Ja, bei dem Namen musste ich erst einmal den Kopf schütteln, noch einen dämlicheren Namen hätte die Autorin nicht wählen können. Und dann ist er auch noch Bayer und unterrichtet an einer Universität in München praktische Sexualpsychologie.
McCock – Der Schotte, der unter seinem Rock ein gewaltiges Geschlechtsorgan verbirgt, aber leider schwul ist.
Derek „Butt“ – Der junge Schwulone, ja Schwulone, dient auch als Offizier an Board und nicht nur als Offizier.

Diese Crew macht sich also auf den Weg in das Universum mit dem Raumschiff Ecstasy, um Wesen zu erforschen und durch Kopulation Energie für das Schiff zu gewinnen.

Ich muss sagen, es war sehr interessant der Story zu folgen. Die Sexszenen sind sehr ausführlich beschrieben und von „normalem“ Hetero-, Blümchensex bis hin zu BDSM ist alles vorhanden. Die Seiten lesen sich fließend. Man kann einfach nicht aufhören mit dem Lesen, weil man wissen möchte, wie es weiter geht und welche Fantasien die Autorin noch so parat hält. Kleine Abstriche muss ich allerdings machen. Es hätte vielleicht noch einmal jemand Korrektur lesen müssen, denn es haben sich schon hin und wieder ein paar Rechtschreibfehler eingeschlichen. Mir hat auch nicht gefallen, dass Dr. Tittengruber nur sporadisch im Dialekt spricht. Hier hätte ich mir wirklich eine durchgehende Sprache gewünscht, das hätte noch mehr den Witz an der ganzen Geschichte erhöht.
„Raumschiff Ecstasy“ ist mal ein völlig anderer Zeitvertreib, der mit weiteren Fortsetzungen sicherlich noch ausbaufähig ist. Aber allein die Idee verdient schon mal fünf Sterne.

Und somit komme ich zum zweiten Teil der Geschichte.

1.2: Sexvampire

Anka Vulvic ist mit ihrer Crew im Weltall unterwegs. Sie wissen aber nicht, dass sie verfolgt werden von Sexvampiren. Diese sind auf die Energie des Schiffes aus und können durch Wandlung der Gestalt ihr Äußeres verändern und somit jede Person verkörpern, die den Crewmitgliedern am Nächsten stehen oder in deren Vergangenheit eine Rolle spielten.

Quelle: Homepage Raumschiff Ecstasy

Auch im zweiten Teil spielen alle altbewährten Personen wieder mit und erleben diverse sexuell aufregende Kontakte untereinander. Was die Sexvampire noch mit der Crew veranstalten, das muss der eventuell neugierig gewordene Leser selber herausfinden. Zuviel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Die Fortsetzung liest sich auch wieder flüssig und spannend, die Autorin setzt erneut viel Wert auf detaillierte Beschreibungen, die, glaube ich, keinen Leser kalt lassen. Und mit dem offenen Ende, das einen kleinen Bruchteil davon verrät wie es weitergehen könnte, schafft sie es auch die Neugierde für den dritten Teil zu wecken.

Fazit: Die Geschichte um das Raumschiff und die Crew ist wirklich unartig, verrückt, spacig und vor allem sehr erotisch. Wer mal etwas anderes lesen möchte, in dem viel Liebe und Leidenschaft der Autorin steckt, und die ganze Sache auch nicht zu ernst sieht und nimmt, der sollte ein paar Klicks tätigen und sich verführen lassen.

Viele interessante Sachen, wie zum Beispiel die Ecstasypedia, gibt es auf der Raumschiff Ecstasy Hompage.

Raumschiff Ecstasy
1.1: Vorspiel
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 230 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 41 Seiten
Verlag: eBookfaktur.de; Auflage: 2 (3. September 2012)
0,99 Euro

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Raumschiff Ecstasy
1.2: Sexvampire
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 451 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 42 Seiten
Verlag: eBookfaktur.de; Auflage: 1 (7. Oktober 2012)
1,49 Euro

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