Rezension: Richard Dübell – Himmelfahrt


himmelfahrtGerade jetzt, wo das Wetter mal wieder macht was es will und der Regen die Oberhand hat, schnappt man sich gern mal ein Buch, um sich damit auf die Couch zu mummeln und in eine andere Welt abzutauchen. So durchforstete ich meinen SuB und stolperte über die ungelesene „Himmelfahrt“. Auch wenn das Buch bereits 2014 erschien, entschied ich mich dennoch für eine Rezension:

Regenfälle beherrschen den Süden Deutschlands. In Landshut schüttet es aus Eimern, die Isar ist zu einem reißenden Strom geworden und es droht ein Hochwasser ungeahnter Ausmaße. Peter Bernward hat nicht nur wegen des Regens schlechte Laune, eine Abfuhr seiner Kollegin Flora Sander macht ihm ebenso ganz schön zu schaffen. Während der Ort damit beschäftigt ist die Auswirkungen des Hochwassers auf ihre Häuser so gering wie möglich zu halten, wird die Leiche eines bekannten Bauunternehmers gefunden und  der Fall landet, zum Unmut des Kollegen, auf dem Tisch von Flora Sander. So beginnt Peter Bernward mit eigenen Ermittlungen und stößt dabei auf eine alte, unangenehme Geschichte, die lieber ruhen sollte.

„Himmelfahrt“ ist nach „Allerheiligen“ der zweite Fall für das Duo aus Landshut, und auch wenn der Krimi zunächst ein wenig braucht um in Fahrt zu kommen, ist es gerade der langsame Einstieg, der die Spannung aufbaut. Und so merkt man gar nicht, wie schnell man mittendrin ist und mitfiebert. Man sieht förmlich die Stadt versinken und bangt mit den Bewohnern. Die Charaktere haben es in sich, es gibt viele authentische und tiefsinnige Auseinandersetzungen, aber zum Glück kommt auch der Humor nicht zu kurz. Am schönsten fand ich die Verbindung von Peter zu seinem Vater, der eine wichtige Rolle in diesem Krimi spielt und mit einen Anteil an der Aufklärung trägt. Eine gesunde Mischung von Figuren, die Richard Dübell da gefunden hat. Das Fesselnde an dem Buch und die Dramatik  konnte bis zum Schluss erhalten werden, so dass ich das Buch ab dem letzten Drittel gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und begeistert die letzte Seite umschlug.

Fazit: Ich liebe Heimatkrimis total, vor allem wenn sie aus dem Süden stammen und man sich mit der Gegend sehr gut identifizieren kann. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, es hatte genug Dramatik durch das Hochwasser, viel Spannung, eine tolle Story mit ausgefeilten Wendungen und jede Menge Charme durch den eigenwilligen Humor. Leider schaut es wohl so aus, als müssten wir auf eine Fortsetzung länger warten. Das wäre aber sehr schade, denn Richard Dübell kann nicht nur historische Romane sehr gut schreiben, sondern auch Krimis.
Ich danke für die Bereitstellung des Buches.

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Richard Dübell – Himmelfahrt
384 Seiten
Verlag: Ullstein
9,99 Euro

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