Montagsgedicht: Hoffmann von Fallersleben – Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne!


Endlich haben wir das erste schöne und heiße Sommerwochenende erleben dürfen und hoffentlich kommen da noch ein paar mehr. Für alle Sommergenießer hier ein altes, klassisches Sommergedicht:

Wie freu‘ ich mich der Sommerwonne,
Des frischen Grüns in Feld und Wald,
Wenn’s lebt und webt im Glanz der Sonne
Und wenn’s von allen Zweigen schallt!

Ich möchte jedes Blümchen fragen:
Hast du nicht einen Gruß für mich?
Ich möchte jedem Vogel sagen:
Sing,  Vöglein,  sing und freue dich! 

Die Welt ist mein, ich fühl es wieder:
Wer wollte sich nicht ihrer freu’n,
Wenn er durch frohe Frühlingslieder
Sich seine Jugend kann erneu’n?

Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,
Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;
Da wo ich bin,  da bin ich gerne,
Denn meine Heimat ist mein Herz.

 

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