Montagsgedicht: Ludwig Pfau – Sehnsucht


Sehnsucht

Wie möcht‘ ich hoch mich schwingen
In die weite Nacht hinein!
Mit Fliegen und mit Singen
Durch alle Lüfte dringen,
An deiner Brust zu sein!
Mein Lieb auf ewig dein,
Ja dein!

Du mußt jetzt einsam gehen
Im dunkelstillen Hain;
Die Lüfte leise wehen,
Du wirst sie wohl verstehen,
Sie flüstern: er ist dein!
Du bist auf ewig sein,
Ja sein!

Hochoben wandeln Sterne,
Die blicken segnend drein;
O, bist du noch so ferne,
Ich hab‘ dich ja so gerne,
Werd‘ balde bei dir sein!
Du bist auf ewig mein,
Ja mein!

Ludwig Pfau

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