Buchrezension: Inge Löhnig – Mörderkind


mörderkindRache ist süß?

„Ich bin kein Mörder.“ Das waren die letzten Worte kurz bevor Ben starb, doch dessen Tochter Fiona glaubt nicht daran, hat sie ihre ganze Kindheit doch als „Mörderkind“ erleben müssen. Nur widerstrebend beginnt sie mit Nachforschungen und offenbart Geheimnisse und Intrigen, die ihre Meinung gegenüber ihrem Vater schnell ändern.

Nach mittlerweile sechs Kommissar Dühnfort Romanen legt der Münchner Ermittler erst einmal eine kleine Pause ein. Inge Löhnig lässt in ihrem neuen Thriller eine junge Frau, Fiona, die Ermittlungsarbeiten übernehmen. Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte und da Frau Löhnig zu meinen Lieblingsautorinnen gehört, konnte ich dem Kauf des Buches nicht widerstehen.
Zwei Geschichten laufen parallel zu unterschiedlichen Zeiten. Einmal erzählt Julia ihre tragische Liebesgeschichte zu Ben, die furchtbare Rache nimmt und auf der anderen Seite die quirlige Fiona, die eine deprimierende Kindheit hatte und jetzt versucht ihren Vater in das rechte Licht zu rücken.
Beide Storys sind sehr spannend und einfühlend geschrieben, ich konnte mich in beide Charaktere sehr gut hineinversetzen und mitfühlen sowie mitleiden, obwohl Julia zu sehr drastischen Rachemaßnahmen greift. Aber sehr gut geplant und ausgeführt, naja nicht ganz, wie sich später noch herausstellen sollte.
Einzelne Kapitel bringen den Leser zurück in die Vergangenheit und bringen ihn somit schneller auf die richtige Spur als Fiona. Man ist ihr immer einen Schritt voraus und möchte am liebsten ins Geschehen einsteigen und ihr Hilfe anbieten.
Meiner Meinung nach hätte man einige Szenen und Kapitel ein wenig kürzer fassen können, waren sie mir zu ausführlich und sie zogen sich zu sehr in die Länge. Spannung gab es dennoch jede Menge und wer die Bücher von Inge Löhnig kennt, der weiß, dass sie diese bis zum Ende auch halten kann und für Überraschungen sorgt.
So fesselte sich mich trotz einiger langatmigen Stellen an das Buch und begeisterte mich mit der sehr ausgefeilten und kreativen Geschichte. Ich kann es nur weiterempfehlen!

Fazit: Auch ohne Kommissar Dühnfort schafft es Frau Löhnig ihre Leser bei Laune zu halten und mit einer spannenden Geschichte gemütliche Stunden auf der Couch zu verschaffen.

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Inge Löhning – Mörderkind: Kriminalroman
Verlag: List Taschenbuch (05.12.2014)
464 Seiten
€ 9,99

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