Rezension: Edward Lee, John Pelan – Der Muschelknacker


Von einem anderen SternMuschelknacker

Ashton ist ein angesehener Sterne-Koch und immer auf der Suche nach neuen Rezepten und Zutaten. Er hat von einem ganz besonderen Aal gehört, dem Muschelknacker, den es nur am Sutherland Lake in Nordamerika geben soll. Zusammen mit seinem Bruder Bob und den Freundinnen Sheree und Carol macht er sich auf den Weg. Die Brüder Esau und Enoch betreiben in der Nähe des Sees ein Angelgeschäft. Die meisten Touristen besuchen die Gegend nur einmal und tauchen nie wieder auf. Sheree und Carol erkunden auf eigene Faust das Territorium der Hinterwäldler und machen merkwürdige Entdeckungen, die sie in Gefahr bringen. Auch Ashton und Bob müssen feststellen, dass sich im See seltsame Dinge tun.

Der Muschelknacker ist wieder ein Buch aus der Extrem-Reihe des Festa Verlages. Und wo extrem drauf steht, da ist auch extrem drin. Auf der Homepage des Verlages findet man unter dem Klappentext folgenden Satz:
„Festa empfiehlt diese Mahlzeit nur Lesern mit starken Magen und einer Vorliebe für schwere Speisen. Genieße das Unbeschreibliche!“
Gut, ein paar der Bände der Reihe habe ich bereits gelesen, also wusste ich so ungefähr, auf was ich mich einlasse, nur dass es noch schlimmer kommen würde, ahnte ich bei Lesestart noch nicht.
Der erste Satz „Junge, wichst Du schon wieder mit den Würmern?“ demonstriert sofort: Ekel, Ekel und noch mehr Ekel!
Am liebsten will man aufs Klo rennen und sich übergeben. Den Schock muss man schnell überwinden, am besten einfach weiter lesen bis zur nächsten obszönen, widerlichen Passage. Das dauert auch nicht lang und so reihen sich die teils ziemlich perversen und extremen Ereignisse nahtlos aneinander. Zum Luft holen bleibt keine Möglichkeit. Ausschweifende Sexszenen und makabere Zwangsfütterungen wechseln sich mit regelrechten Abschlachtungen und Hinrichtungen ab.
Edward Lee als alleiniger Schriftsteller hat schon eine ziemlich kranke Fantasie, aber in Zusammenarbeit mit diversen Kollegen, so wie hier John Pelan, artet das Ganze noch mehr aus. Für mich immer wieder absolut unglaublich wie Menschen auf solche Ideen kommen. Einerseits ist man fasziniert, andererseits schüttelt man nur den Kopf. Diese Autoren leben wirklich in einer anderen Welt.
Das Schlimme ist ja auch noch, dass ich jedes Mal total vertieft bin in diese Geschichten, mich zwischen Ekel und Begeisterung winde und beim Ende fast jedes Mal einen Lachflash bekomme, weil es einfach so unpassend und außergewöhnlich gut ist.

Fazit: Der Muschelknacker hat zu Recht einen Platz in der Extrem-Reihe gefunden. Ich kann mich dem oben genannten Zitat des Verlages nur anschließen. Das Buch ist wirklich nur für harte Mägen, die eine dicke Schleimhaut haben! Gut, dass Festa den Verkauf erst ab 18 zulässt. Alles andere wäre nicht vertretbar! Für mich war es wieder ein prägendes Leseerlebnis!

:buch: :buch: :buch: :buch: :buch:

Edward Lee, John Pelan – Der Muschelknacker
Festa Verlag
192 Seiten
€ 12,80

Oder für den Kindle bei Amazon:
Muschelknacker – Extrem

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