Film: Stromberg (Kinostart: 20.02.2014)


Lass das mal den Papa machen!stromberg

Die Capitol-Versicherung feiert ihr 50. Jubiläum. Dazu laden die Firmenchefs ihre Angestellten zu einer Feier nach Botzendorf ein. Bernd Stromberg ist dagegen, weil er befürchtet, einigen ungeliebten Ehemaligen über den Weg zu laufen. Als er aber erfährt, dass die Versicherung Stellen kürzen will und seine Filiale wohl davon betroffen sein wird, beschließt er, doch an der Feier teilzunehmen, um sich bei dem Personalchef Klinkhammer einen Platz in der Zentrale zu sichern.

Viele haben die Serie Stromberg auf ProSieben in den letzten Jahren verfolgt: der Chef mit den knallharten Sprüchen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich somit nicht wirklich Freunde macht, bzw. auch keine hat. Doch kann er diese „Feinfühligkeit“ über eine ganze Filmlänge halten?
Im Dezember 2011 begann die Planung zu dem Film, über ein Crowdfunding-Projekt wurde Geld gesammelt. Innerhalb einer Woche gab es 3000 Spender, die circa 3,3 Millionen in die Kasse brachten. Im Februar letzten Jahres starteten die Dreharbeiten, am 20.02.2014 kam der Film schließlich in die Kinos.
Der Film übernimmt das Konzept der Serie. Es gibt immer wieder Einzelinterviews mit den Angestellten, die sich zum Chef oder anderen Dingen äußern. Stromberg, selbstsicher wie immer, knallt seinen Mitarbeitern ganz trocken einen Spruch nach dem anderen an den Kopf. Da darf man nicht zartbesaitet sein. Im Kino geht ein Lachen durch die Reihen. Man saugt förmlich die Macho-Sprüche auf, versucht sie sich zu merken, doch dann kommt bereits der nächste. Die Bauchmuskeln bekommen den ganzen Film über immer wieder Beschäftigung. Herrlich!
Christoph Maria Herbst ist eins mit der Rolle, ich könnte mir da keinen besseren Schauspieler vorstellen. Es wirkt so echt, sein Verhalten, die Mimik und die Gesten kommen absolut glaubhaft rüber. Dieser Mann ist für den Charakter wie gemacht. Ebenso sein Stellvertreter „Ernie“, gespielt von Bjarne Mädel. Er versucht sich zur Wehr zu setzen, scheitert aber ständig an der harten Mauer von Stromberg. Ein liebevoller Streber, den die Kollegen lieber meiden.
Die Geschichte ist so, wie man es sich vorstellt. Die Firma fährt mit einem uralten Bus nach Botzendorf, bereits die Fahrt gleicht einer Klassenfahrt, es wird gesungen und gesoffen. Der Busfahrer, seit 13 Stunden unterwegs, beschließt kurz vor dem Ziel, ein Schläfchen zu halten. Stromberg setzt sich selbst ans Steuer: „Lasst das mal den Papa machen!“
Dieser Spruch wird später noch als Lied auftauchen. Und kein anderer als Stefan Raab steuerte dazu den Text bei.
Angekommen im Hotel gibt es natürlich das ein oder andere Problem, zum Beispiel zu wenig Zimmer, sodass Stromberg sich mit Ernie eines teilen muss. Klar, dass es hier zu ein paar Konfrontationen kommt.
Die Feier, typisch Firmenfeier, ist langweilig und einschläfernd. Stromberg bringt Leben hinein und erntet Pluspunkte bei Personalchef Klinkhammer. Was man dem ollen Stromberg gar nicht zutraut? Er kann Gefühle entwickeln. Er ist verliebt und versucht seine Angebetete für sich zu gewinnen. Das ist so süß, da kommen mal keine blöden Sprüche.

Fazit: Wer Stromberg-Fan ist, der kann und darf sich den Film nicht entgehen lassen. Gerade wer seine dummen Sprüche liebt, kommt während der 120 Minuten voll auf seine Kosten. Die Schauspieler sind alle sehr gut besetzt, wirken authentisch und glaubwürdig. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

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Filmdaten:
Produktionsland: Deutschland
Länge: 123 Minuten
Regie: Arne Feldhusen
Drehbuch: Ralf Husmann
Produktion: Ralf Husmann
Kamera: Johannes Imdahl
Schnitt: Benjamin Ikes

Besetzung:
Christoph Maria Herbst: Bernd Stromberg
Bjarne Mädel: Berthold „Ernie“ Heisterkamp
Oliver Wnuk: Ulf Steinke
Diana Staehly: Tanja Steinke (geb. Seifert)
Milena Dreißig: Jennifer Schirrmann
Laurens Walter: Lars Lehnhoff
Maja Beckmann: Sabine „Sabbel“ Buhrer
Peter Rütten: Herr Pötsch
Carsten Meyer: Alleinunterhalter Günni
Michael Wittenborn: Capitol-Vorstand Klaus Klinkhammer

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