Filmreview: Dallas Buyers Club (Kinostart: 06.02.2014)


Großes Kino!Dallas-Buyers-Club

Wir befinden uns in den 80er-Jahren in Texas, USA. Ron Woodroof erhält nach einem Arbeitsunfall die Diagnose HIV-positiv. Die Ärzte geben ihm noch 30 Tage, Ron beginnt mit dem Kampf ums Überleben. Das Medikament AZT, das die Klinik bei ihren Patienten anwendet, hilft ihm aber nicht, und so macht er sich auf die Suche nach wirkungsvollen Stoffen. In Mexiko wird er fündig, importiert illegal ein Präparat in die USA. Hier gründet er den Dallas Buyers Club. Andere Erkrankte können für eine erkaufte Mitgliedschaft das Medikament umsonst bekommen. Hilfe bekommt er von dem ebenfalls infizierten Transsexuellen Rayon, der in schwierigen Zeiten eine große Stütze für Ron ist.
Aber natürlich bleibt das nicht lange unentdeckt.

Ich war ganz schön geschockt, als Matthew McConaughey, alias Ron, das erste Mal im Bild erschien. Er war völlig abgemagert, mit einem dicken Schnauzer geschmückt, ich erkannte ihn kaum. Der „Frauentraum“ zeigte sich von einer völlig anderen Seite. Ernst, total machomäßig und uneinsichtig. Nicht so sexy und unwiderstehlich wie in anderen Filmen. Aber so war ich nicht abgelenkt und konnte der Handlung besser folgen.
Ron akzeptiert seine Krankheit am Anfang ebenso wenig wie Homosexualität, doch bald erkennt er in dem Transsexuellen Rayon, gespielt von Jared Leto, einen Leidensgenossen, Geschäftspartner und guten Freund. Die beiden ergänzen sich auf ganzer Linie und bilden ein sehr harmonisches Team. Zusammen versuchen sie den Infizierten ihr restliches Leben angenehmer zu machen und kämpfen dabei selbst um ihres. Die dargestellten Anfälle schockten und ließen mich oft die Luft anhalten. Allgemein war ich ziemlich angespannt und nachdenklich während des Films. Leichte Kost ist anders.
Beide Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend. Matthew McConaughey muss man sowieso mehr Pluspunkte geben, weil er sich im Vorfeld so stark verändert hatte. Fast 25 Kilogramm hat er abgenommen, um wirklich authentisch zu wirken. Jared Leto zeigt ebenfalls wieder großes Talent, das „Tuntige“ zu spielen gelingt nicht vielen so wie ihm.
Überhaupt nicht gefallen hat mir die Rolle von Jennifer Garner. Sie ist Ärztin in einer Klinik, in der die Patienten mit AZT behandelt werden, wie zunächst auch Ron. Sie kommt hinter das Geheimnis des Dallas Buyers Club und kehrt ihrer einstigen Überzeugung den Rücken zu. Sie wirkt aber für mich völlig fehl am Platz, eine kleine graue Maus, ohne großartige Stärke und mit langweiliger Mimik. Gut, dass sie nicht so oft auftauchte.
Das Ende? Tragisch, und es rührte mich zu Tränen!

Fazit: Spannender, nachdenklicher Film, der mich zum lachen und weinen brachte. Eine Geschichte, die das Thema HIV und AIDS mal wieder verstärkt an die Öffentlichkeit und in Erinnerung bringt. Das ist auch gut so, denn Neuansteckungen gibt es nach wie vor. Die schauspielerischen Leistungen Matthew McConaugheys und Jared Letos wurden zu Recht mit zwei Oscars belohnt!

popcornpopcornpopcornpopcornpopcorn

Filmdaten:
Deutscher Titel: Dallas Buyers Club
Originaltitel: Dallas Buyers Club
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 117 Minuten

Stab:
Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Craig Borten, Melisa Wallack
Produktion: Robbie Brenner, Rachel Winter
Kamera: Yves Bélanger
Schnitt: Martin Pensa, Jean-Marc Vallée

Besetzung:
Matthew McConaughey: Ron Woodroof
Jared Leto: Rayon
Jennifer Garner: Dr. Eve Saks
Denis O’Hare: Dr. Sevard
Steve Zahn: Tucker
Dallas Roberts: David Wayne
Kenneth Kynt Bryan: Rayons Freund
Griffin Dunne: Dr. Vass
Joji Yoshida: Dr. Hiroshi

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s