Rezension: Richard Laymon – In den finsteren Wäldern


Ungeahnte TriebeIDFW-Laymon

Die beiden Freundinnen Neala und Sherri wollen ein paar Tage Urlaub in den Bergen Kaliforniens machen. Wenn sie wüssten, dass viel Schmerz, Gewalt und schreckliche Erlebnisse auf sie warten, würden sich die beiden nicht so sorglos in dem Barlower Cafe niederlassen. Denn hier wird ihr Horrortrip starten.

Ohne Richard Laymon geht es bei mir nicht. In den finsteren Wäldern ist eines der früheren Werke des amerikanischen Autors. Der Festa Verlag brachte es als ungekürzte Ausgabe in Deutsch heraus. Klar, dass mich der Klappentext wieder lockte, und der Name Laymon sowieso.
Der Horror beginnt für die beiden Freundinnen in einem kleinen Cafe, sie werden gefangen genommen und in einem entlegenen Wald an Bäume gebunden. Sie wissen nicht, was sie erwartet. Gutes sicherlich nicht. Und bald zeigen sich die Ausgestoßenen und mit ihnen das Grauen.
Parallel zu Neala und Sherri gerät die Familie Dills in die Hände der Waldbewohner, und auch sie beginnen um ihr Leben zu kämpfen und entwickeln ungeahnte Kräfte.
Absolut angespannt und berauscht las ich mich von Kapitel zu Kapitel, flog über eklige Passagen hinweg, war Teil der Kämpfe und verzog das Gesicht bei makabren Sex- und Folterszenen. Ein typischer Richard Laymon eben, der mich aber wieder begeistern konnte, auch wenn die Geschichte an sich nichts Neues bietet. Der Autor spielt erneut mit den natürlichen Trieben des Menschen, sich fortpflanzen und fressen, egal mit wem, egal was. Und hierbei nimmt er kein Blatt vor den Mund, geschweige denn, dass Erlebnisse geschönt werden. Knallharte Schilderungen, die eingefleischte Fans so an ihm lieben, und die faszinieren. Bei Laymon heißt es: Entweder hart kämpfen und überleben oder bestialisch sterben.

Fazit: Kannibalische Geschichte mit menschlichen, seelischen Abgründen, nie wahrgenommenen Trieben, viel Blut und Sex. Ein erstklassiger Laymon, der zu damaliger Zeit sicherlich für viel Furore in der Literatur gesorgt hat und nicht umsonst in den USA floppte. Mir hat der schnelle Wechsel der Szenen Spaß gemacht, und das Buch hatte ich in ein paar Stunden verschlungen!

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Richard Laymon – In den finsteren Wäldern
Festa Verlag
256 Seiten
€ 12,80

Leseprobe!

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