Rezension: Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht


Rasante Unterhaltung

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Quelle: Goldmann Verlag

Clay kommt von der Schule nach Hause und findet vor seinem Haus ein Paket mit sieben Kassetten. Gespannt legt er die erste in einen Rekorder und erschrickt, denn die Stimme, die zu hören ist, gehört Hannah. Diese hat sich vor zwei Wochen das Leben genommen und rechnet jetzt mit den Personen ab, die ihren Teil dazu beitrugen. Auch Clay gehört dazu!

Mal eine etwas andere Geschichte versprach das Buch von Jay Asher, der Klappentext lockte mich mit einer interessanten und außergewöhnlichen Story.
Der Leser wird sofort in das Geschehen geworfen, keine großen Personenvorstellungen, es geht gleich zur Sache. Die erste Kassette läuft und man folgt dem Hauptprotagonisten durch die verschiedenen Stationen. Clay ist erschüttert, was er zu hören bekommt, denn Hannah lässt kein gutes Wort an ihren Mitschülern. Sie schildert ihre Gefühle, die so niemand zu Gesicht bekommen hat und rechnet gnadenlos ab.
Clay lauscht gespannt und wartet auf den Moment, in dem er auf der Bildfläche erscheint. Für ihn muss das ein ewig lange gedauert haben. Seine Nerven waren sicherlich zu Drahtseilen gespannt. So wie meine. Ich las sehr hastig um vorwärts zu kommen, auch wenn durch die abwechselnden Monologe es ein bisschen schwierig war sich zu konzentrieren. Der Autor hat die Kapitel ziemlich rasant gestaltet. Es prallen ziemlich viele Informationen auf den Leser ein, zu viele Charaktere auf einem Haufen, die kurz erwähnt werden, aber erst später ausführlicher beschrieben werden. Ein bisschen verwirrt war ich teilweise. Ablenkung kann man hier gar nicht gebrauchen.
Trotz allem war ich gefesselt und neugierig und hatte das Buch recht schnell zu Ende gelesen. Und danach musste ich erst einmal durchatmen, als hätte ich einen fünf Kilometer-Lauf hinter mir.

 Fazit: Es ist ein lesenswertes Buch, das vollste Konzentration verlangt. Durch die schnellen Wechsel zwischen Clays Gedanken und Hannahs Aufzeichnungen kann man kurzerhand den Überblick verlieren. Die Geschichte ist knallhart, tragisch und erschütternd. Vielleicht ein wenig zu soft, das hätte man noch schwerwiegender erzählen können, sodass der Schockmoment gewaltiger ausgefallen wäre.

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Jay Asher – Tote Mädchen lügen nicht
Verlag: Goldmann
288 Seiten
€ 9,99

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