Rezension: Edward Lee + Wrath James White – Der Teratologe


teratologe_1Harter Tobak

James Bryant und Richard Westmore sind Journalisten und bekommen einen neuen Auftrag. Sie sollen eine Reportage über den zurückgezogenen Milliardär John Farrington schreiben. Im Haus angekommen, sehen sie einen nackten, verwirrten Neureichen, der halluziniert.
Sie werden Zeugen sexueller Praktiken mit deformierten Frauen und Männer, die durchgeführt werden von Religiösen, die mit einer Potenzdroge gefügig gemacht werden. Der Milliardär behält bei dem Ganzen die Obermacht und hofft, dass Gott höchstpersönlich den Weg in seine Gemächer findet.

 Der Teratologe ist wieder ein Extrem Band aus dem Hause Festa und diesmal haben sich gleich zwei Autoren zusammen getan, die mich mit ihren umstrittenen Geschichten bereits schocken konnten. Edward Lee und Wrath James White. Die Idee der Geschichte fand ich klasse, wahrscheinlich würde auch kein anderer Verrückter auf so eine kommen. Gut, nach den ersten Seiten war mir schon wieder schlecht und ich überlegte das Buch zur Seite zur legen, aber die Neugier konnte ich nun mal nicht zurückhalten und so saß ich während des Lesens oft mit verzogenem, angewiderten Gesicht da. Das ist schon harter Tobak, mit was der Leser bedient wird. Man mag sich die Situationen gar nicht bildlich vorstellen.
Mitleid hatte ich mit allen erwähnten Personen, sei es die armen Journalisten, die gefangen waren in dem Szenario oder die armen behinderten Menschen, die nicht fliehen konnten oder die Religiösen, die versuchten gegen die Potenzdroge anzukämpfen. Auch mit John Farrington hatte ich Mitleid. Dessen Psyche ist einfach total krank und wahnsinnig. So einer gehört behandelt und weggesperrt.
Trotz allem Ekelfaktor und grausamen, makaberen Szenen las ich das Buch in einem Rutsch durch. Auch wenn ich mich fragte: Warum tust Du Dir das immer wieder an?
Ganz einfach: Ich bin fasziniert, was sich Lee und White immer wieder einfallen lassen. Diese verrückte, absurden, obszönen Geschichten sind einfach andersartig. Sie sind nichts für zarte Gemüter und stechen einfach aus der gewöhnlichen Büchermasse heraus. Und das macht sie einfach besonders. Man muss sich einfach bewusst sein, es ist eine Geschichte, nicht mehr!

Fazit: Obszöne, gruslige Geschichte mit grausamen Darstellungen des geschlechtlichen Verkehrs, die schockieren und abartiger nicht hätten sein können. Damit muss man umgehen können!
Für Fans ein Muss! Und definitiv erst ab 18 Jahren geeignet!

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Edward Lee + Wrath James White
Verlag: Festa
Extrem Band 3
144 Seiten
€ 12,80

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