Rezension: André Wegmann – INFAM – Die Nacht hat tausend Augen


infamSchonungsloser Kampf

Sarah ist frisch verliebt. Denise erfüllt ihr jeden Wunsch und als sie ein gemeinsamen Job als Babysitter angeboten bekommen, scheint die Welt perfekt. Gemeinsam erreichen sie das abgelegene Anwesen. Richard, der Besitzer, gibt sich nett und zuvorkommend, Baby Sid schläft friedlich in seinem Zimmer. Die Aussicht auf einen gemütlichen Abend wird aber bald getrübt, es geschehen merkwürdige Dinge, das Haus hat ein böses Geheimnis und bald beginnt der Kampf ums Überleben.

Nach „Sonne des Grauens, „Kutna Hora“ und „Blutwahn – Schrecken am See“ gab es jetzt mit „INFAM“ endlich wieder was Neues aus der Feder von André Wegmann. Die Vorgänger konnten mich alle mit ihrer einzigartigen Geschichte überzeugen und so hoffte ich wieder auf spannende Unterhaltung.
Der Einstieg in die Geschichte brachte zunächst Ernüchterung. Er zog sich mächtig in die Länge, zuviel Informationen über die Gefühlswelt von Sarah, die mich ermüdete. Ich hoffte nicht, dass es so weitergeht. Und ich hatte Glück.
Das Haus offenbarte endlich sein schreckliches Geheimnis, die Spannung stieg deutlich an und ich fand mich in einer Welt wieder, die Laymon oder Lee nicht besser hätten beschreiben können. Aufgeregt und angespannt verfolgte ich Sarahs Kampf, ich huschte von einer Seite zur nächsten und fühlte mich absolut als Teil der Geschichte. Die Charaktere beschreibt uns der Autor sehr bildlich. Ich konnte mir alle sehr gut vor dem geistigen Auge vorstellen, ihr Eigenschaften ließen mich entweder erschaudern, wie bei Sid, oder leiden, wie bei Sarah.
Ist schon ein bisschen länger her, dass mich ein Buch so fesseln und mit jedem einzelnen Kapitel überraschen konnte. Unheimlich war es während des Lesens, so allein zu Hause, zudem einige Passagen mehr als eklig und Horror waren.

Fazit: Nach schwachem Anfang, steigerte sich das Buch in Sachen Spannung und Aktion von Seite zu Seite und konnte mich somit total begeistern. Es ist eine tolle Geschichte, die alles bietet, was das Leserherz bei einem Horror – Thriller erwartet. Nervenaufreibende Szenen mit ekligen, harten und grausamen Folterungen sowie eine kleine Portion Sex, die einige Männerträume und vielleicht auch Frauenträume ansprechen.

5/5

André Wegmann – INFAM – Die Nacht hat tausend Augen
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1259 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 177 Seiten
€ 2,99

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