Rezension: Tanja Meurer – Glasseelen


glasseelenGefangen in der Unterwelt Berlins

Camilla und ihre Freundin Theresa werden Zeugen eines grausamen Unfalles. Nach einem Museumsbesuch stürzt sich vor ihren Augen ein Mann vom Dach des Hauses. Das Eigenartige: Die Augenhöhlen des Mannes sind leer, zu Staub zerfallen. Gehört auch dieser Mann zu der Reihe von Morden, die die Stadt Berlin verunsichern? Obwohl sich die beiden Mädchen bei Polizei und Therapeuten sicher fühlen, geraten sie bald ins Visier des Serienkillers.

Die ersten Seiten des Buches lasen sich wie von selbst. Schnell tauchte ich in die Geschichte ein. Die grusligen, schaurigen Stellen zu Beginn weckten die Neugier und fesselten mich an das Buch. Die Autorin schafft es mit ihren sehr genauen und ausführlichen Beschreibungen ein Leben hinter die Buchstaben zu bringen.
Als Camilla dann in die Unterwelt Berlins gerät, war ich wahnsinnig fasziniert, wie die Schriftstellerin Fiktion und Realität so gut miteinander verbinden konnte. Normalerweise sind Mystery- und Fantasythriller nichts für mich, aber dieses Buch belehrte mich wieder eines Besseren. Ich reiste mit Camilla, fühlte ihre Gedanken und konnte mich ganz stark mit ihr identifizieren, auch wenn sie teilweise sehr übermütig und leichtsinnig durch die Geschichte schritt.
Zudem gelingt es Tanja Meurer sehr gut das Werk „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann einfließen zu lassen. Es ist ein sehr außergewöhnliches Buch, mit so vielen Facetten sowie sehr vielen Überraschungen und Wendungen. Man sollte sich ganz viel Zeit und Ruhe nehmen, damit man konzentriert dem Verlauf folgen kann. Wäre schade, wenn man dieser Kreativität nicht die vollste Aufmerksamkeit schenken könnte. Jedes Genre, sei es Romantik, Thriller, Horror oder Fantasy wird abgedeckt, ohne dabei überladen zu wirken. Man verliert nie den Überblick und liest sich regelrecht in Trance. Die Neugier schaffte es, dass ich dieses 512 Seiten dicke Buch innerhalb eines Tages las.

Fazit: Eine beachtenswerte Geschichte, die mich gefangen hielt und absolut überraschte. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin und bin froh, dass sie mich um diese Rezension gebeten hat, denn ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen. „Der Rebell“ ist der zweite Teil der Schattengrenzen-Reihe und wird sicherlich bald in meinen Händen landen. Ich bin mir sicher, dass ich auf alte Bekannte stoßen werde.

5/5

Zur Autorin:
Tanja Meurer wurde 1973 in Wiesbaden geboren, sie ist gelernte Bauzeichnerin. Sie arbeitet nebenberuflich als Illustratorin für verschiedene Magazine, Internetseiten und Verlage.
Homepage Tanja Meurer

Tanja Meurer – Glasseelen
Verlag: bookshouse (31. Dezember 2012)
512 Seiten
€ 15,99

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3 Antworten zu “Rezension: Tanja Meurer – Glasseelen

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