Filmreview: Zombies from outer Space (Kinostart: November 2012)


Zombies mit Melkmaschinezombies from

Ein beschauliches Dörfchen in Bayern in den 50er Jahren, doch für Maria ändert sich das Leben abrupt, als sie mitten im heimischen Wäldchen eine weibliche Leiche findet. Ein Wissenschaftler und ein stationierter US-Offizier nehmen sich der Sache an. Während der Soldat bei einer Kornkreisuntersuchung auf eine außerirdische Leiche stößt, kommt der Wissenschaftler bei der Obduktion des Wesens zu einer erschreckenden Erkenntnis.

Der Titel klingt eher nach einem amerikanischen Science-Fiction Film, doch was man bekommt, ist eine gelungene Mischung aus Horror- und bayrischen Heimatelementen. Dabei wird jedes Klischee bedient. Sei es massiv spritzendes Blut aus kleinen offenen Bisswunden oder der etwas einfache Landpolizist. Diese Kombination macht den Film absolut liebens- und sehenswert.

Die Macher des Films haben sich in der dreijährigen Produktionsphase wahnsinnig viel Mühe gegeben, die kreative Ader floss anscheinend in einem nicht zu stoppenden Strom. Das kann man auch in der liebevollen Gestaltung der Zombiemaske und des UFOs erkennen, obwohl „liebevoll“ nicht das richtige Wort für die zu vermittelnde Geschichte ist. Natürlich kann man aufgrund des kleinen Budgets kein Meisterwerk erwarten, man darf nicht vergessen, dass dieser Film bewußt als B-Movie produziert wurde.
Auch die Hauptdarsteller des Filmes geben sich große Mühe in ihre Rollen zu schlüpfen. Sei es die leicht naive und schüchterne Art der Bäuerin Maria, gespielt von Judith Gorgass, der zerstreute, liebenswürdige Wissenschaftler mit dem Wuschelkopf, gespielt von Florian Kimi, oder der starke und selbstbewußte US-Offizier mit Akzent, gespielt von Siegfried Foster, alle scheinen sich mit ihrer Rolle gut identifizieren zu können. Die Köpfe hinter der Idee legen viel Wert auf detailgetreue und realistische Darstellung der 50er Jahre, sei es bei einem alten Radio, toll eingespielter Musik von The Metors, Mars Attacks sowie der Biermösl Blosn oder auch bei der Wiedergabe des Filmes: leicht unscharfe Szenen, matte Farben und grieseliger Struktur auf der Leinwand.
Von dem Inhalt und dem Verlauf des Filmes möchte ich natürlich nichts verraten, ich denke die Einführung sollte reichen, um den Leser neugierig zu machen.

Wer also mal wieder sehr viel umher spritzendes Blut sehen will und nebenbei lachen möchte, der sollte sich diese mit viel Leidenschaft gedrehte Produktion anschauen. In diesem Film steckt viel Kreativität, Herz und eine etwas andere Milchmelkmaschine!

5/5

Produktion:

Martin Faltermeier (Regisseur, Drehbuchautor und Hauptproduzent)
Sebastian Schmidt (Kameramann, VFX Supervisior, VFX Artist, Produzent)
Martin Hager (Produktionsdesign, Hauptproduzent, Marketing)

Hauptdarsteller:

Judith Gorgass als Maria, „die Naive“
Florian Kiml als Dr. Robert Hölzlein, „der Kluge“
Siegfried Foster als Captain John Welles, „der Draufgänger“

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