Filmreview: The Purge (Kinostart: 13.06.2013)


Auslese in Amerika

PRG_31_5_Promo_CAN_4C_4F.inddWir befinden uns im Jahr 2022 in den Vereinigten Staaten, die mittlerweile von den „Neuen Gründervätern Amerikas“ regiert werden. Um gegen Kriminalität und hohe Arbeitslosenzahlen vorzugehen haben sie beschlossen, alljährlich eine „Säuberung“ durchzuführen. Mord, Totschlag und andere kriminelle Handlungen sind legal und bleiben ungestraft. Eine Nacht, in der weder Feuerwehr noch Polizei oder Krankenhäuser erreichbar sind.
Die Familie Sandin, durch Verkauf von Sicherheitssystemen sehr wohlhabend, fühlt sich in dieser Nacht in ihrem Haus geschützt, doch Sohn Charlie entdeckt auf den Überwachungskameras einen hilflosen, verletzten Mann, der Zuflucht sucht. Mitleid und Gerechtigkeitssinn veranlassen Charlie, das Sicherheitssystem zu deaktivieren. Trotz schneller Reaktivierung des Vaters kann der Fremde ins Haus gelangen und die Nacht wird für die Familie zu einem Albtraum.

Sicher fühlt sich Ethan Hawke mit seiner Familie in der großen, schönen Villa. Die amerikanische Familie, Sohn Charlie ein kleiner Freak, der gerne bastelt, und Tochter Zoey, die gerade ihre erste große Liebe Henry anhimmelt. Der Vater bekannt und in der Nachbarschaft wegen des Erfolgs gehasst. Die Mutter, gespielt von Lena Headey, eine unscheinbare Hausfrau. Jedes Klischee wurde bedient. Langweilig! Aber klar, es musste die Schönen und Reichen treffen.
Wie schnell sich das Schicksal doch zum Schlechten wenden kann, erleben die Sandins in dieser „Säuberungsnacht“.
Als Charlie den Fremden ins Haus lässt, gewinnt der Film an Fahrt. Endlich weg von dem harmonischen Geplänkel und hin zum Thriller und der Spannung. Durch den Ausfall des Stromes, welch ein Zufall, wird das Ganze zunehmend grusliger. Der Unbekannte ist nicht ohne Grund verletzt, die Verfolger stehen bald vor der Tür und wollen die Auslieferung. Die Familie ist hin- und hergerissen, doch das „Gute“ in ihnen siegt und sie kämpfen. Das Gemetzel beginnt, dramatische, blutige Sequenzen folgen. Wie schnell doch der Mensch zum Tier werden kann, wenn es um sein Überleben geht. Recht erschütternd, wie schnell zur Waffe gegriffen wird. Erschreckend, dass einfach alle, die der Gesellschaft nicht passen, der ungeliebte Nachbar, die Ehefrau, nörgelnde Kinder, Immigranten in einer Nacht ihr Leben verlieren können. Das regt zum Nachdenken an. Die Erdbevölkerung wird nach Messungen im Jahre 2020 die acht Milliarden Marke erreichen. Zu viel für den Planeten? Werden wir tatsächlich ungeliebte Personen aus dem Leben reißen und dafür ungestraft davon kommen?

Ich hatte mir von dem Film mehr erwartet, klar Spannung und Thrill waren vorhanden, dennoch fehlte mir das i-Tüpfelchen. Die Schauspieler konnten mich nicht mit ihrer Leistung überzeugen. Und das leider durch die Reihe weg. Ethan Hawkes Rolle war für mich eine totale Fehlbesetzung. Außerdem wirkte sein Gesicht arg geliftet oder hat er zu oft den Botoxdoktor aufgesucht? Kevin Bacon hätte das gut machen können, oder Sean Penn vielleicht.
Die Grundidee und die erschreckende Botschaft, die hinter dem Ganzen stecken, haben mich schon zum Nachdenken gebracht. Was würden wir in so einer Nacht machen? Metzeln oder verbarrikadieren? Unsere eigene Zukunft sichern?

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The Purge – Die Säuberung
Kinostart Deutschland: 13.06.2013
Produktionsland: USA
Regie: James DeMonaco
Darsteller:
Ethan Hawke: James Sandin
Lena Headey: Mary Sandin
Max Burkholder: Charlie Sandin
Adelaide Kane: Zoey Sandin
Edwin Hodge: Zielperson / Geisel
uvm.

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