Rezension: Pamela S. Beason – Todesruf


Spiel mit dem Feuer

Biologin Summer Westin arbeitet als Ranger im Olympic National Park. Eines Nachts hört sie eine gewaltige Explosion und binnen Sekunden breitet sich über das Areal ein Brand aus. Mit großer Mühe gelingt es den Rangern das Feuer zu bändigen und bergen dabei ein schwer verletzte junge Frau. Hat sie etwas mit dem Brand zu tun oder ist sie nur ein Opfer. Die Biologin beginnt zu forschen und stößt auf Widerstand und Gefahr.8666_1A_LYX_SUMMER_WESTIN_02.IND7

„Todesruf“ ist nach „Verhängnisvolle Spuren“ der zweite Thriller um Summer Westin. Leider hatte ich den ersten Roman nicht gelesen, doch ich fand mich von Anfang an gleich zurecht und hatte keine Probleme mit der Charakteren warm zu werden. Das Buch startet wirklich spannend, so wie es sein muss. Die Neugier war durch die Explosion, den Brand und die Bergung der jungen Frau gleich geschürt. Tausend Fragen schossen mir durch den Kopf und natürlich las ich gefesselt und gebannt weiter. Doch bald stellte sich ein bisschen Langeweile ein und Verwirrung.

Die Autorin bringt immer wieder neue Charaktere ins Spiel, die plötzlich auftreten und ohne Vorwarnung. Oft gibt es kurze Sprünge zwischen den Personen, die das Lesen sehr anstrengend machen und vollste Konzentration fordern. Zudem zieht sich die Geschichte dahin, kleine dramatische Ereignisse könnten mehr ausgebaut werden, doch die Autorin zieht es immer wieder zu Summer Westin. Eine sehr starke Frau, die anscheinend alles kann und weiß und sich nicht unterkriegen lässt. Ein bisschen zu heldenhaft meiner Meinung nach, aber sie spielt ja auch die Hauptrolle. Konnte mich leider so überhaupt nicht mit ihr identifizieren.

Für mich fehlte eindeutig der Thrill! Die ausführlichen Beschreibungen der Landschaft und das Thema Umweltschutz waren natürlich sehr interessant und regen zum Nachdenken an, doch ich hatte mir wirklich mehr erwartet. Auch das Ende holte mich nicht vom Hocker. Schön geschrieben, aber kein Knaller. Insgesamt hätte das Buch wesentlich mehr Spannung vertragen können. Dafür könnte man andere Szenen einfach ein bisschen kürzer und knackiger gestalten. Ich bin tatsächlich am überlegen ob ich mir den ersten Teil noch einverleiben möchte. Als Vergleich und aus Neugier werde ich es wohl tun. Ich kann allerdings keine klare Leseempfehlung geben, da mir einfach die Knackpunkte und Highlights nach dem starken Anfang fehlten. Wer es aber ein wenig ruhiger und entspannter beim Lesen mag und detailierte Beschreibungen über Umweltschutz und Ökologie, für den wird es ein wahrer Lesegenuss sein.

Pamela S. Beason lebt im Nordwesten der USA und arbeitete als Privatermittlerin, bevor sie eine Karriere als Schriftstellerin begann. Für ihre Romane wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter den begehrten Daphne du Maurier Award.

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Pamela S. Beason: Summer Westin: Todesruf
Egmont-Lyx Verlag
400 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8666-8
9,99 Euro

Vielen Dank an der Verlag und an Blogg Dein Buch für die Bereitstellung des Buches!

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