Rezension: Sebastian Fitzek – Nachtwandler


Es hat Augen!

 Leons Schlafstörungen wurden in der Kindheit psychiatrisch behandelt, er sah nachtwandlersich als geheilt an. Eines Nachts verschwindet seine Frau Natalie unter tragischen Umständen und ein böser Verdacht widerfährt Leon. Ist er im Schlaf wieder gewalttätig geworden? Um seine nächtlichen Aktivitäten nachvollziehen zu können, besorgt er sich eine Kamera und bei der Ansicht der Filme wird ihm ganz flau im Magen.

 Man gebe mir ein paar Stunden ohne Ablenkung und ein Buch von Sebastian Fitzek und ich bin für die restliche Welt nicht mehr erreichbar. Lange hatte es nach der letzten Veröffentlichung nicht gedauert und nicht nur ich freute mich, dass der Autor so schnell wieder nachlegte.
Der WOW-Effekt stellte sich bei mir sehr schnell ein, sofort war ich gefangen und hing gebannt an den Seiten. Dadurch gelang es mir auch ganz gut dem Verlauf zu folgen, am besten liest man dieses Buch in einem Rutsch, zu lange Pausen könnten beim erneuten Einstieg erst einmal für Verwirrung sorgen. Die Kapitel beschreiben sehr zügig das Gefühlschaos, das Leon durchstehen muss. Der Leser wird hin und her geworfen zwischen Traum und Realität, sodass er selbst überhaupt nicht mehr unterscheiden kann: Was ist Traum, was ist Realität? Das Spiel mit der Psyche ist dem Schriftsteller mal wieder hervorragend gelungen. Die Spannung hielt ich kaum aus, auch wenn die Lider schon schwer wurden, ich biss durch und las mich weiter voran, immer in der Hoffnung endlich einen Hinweis zu entdecken. Eine leichte Vorahnung hatte ich während des Lesens, doch das Ende überraschte mich dann doch komplett und machte mir gleichzeitig Angst. Was wäre, wenn ich das Spielzeug solcher Leute wäre, am liebsten hätte ich den Spiegel im Bad abgenommen. Getraut hab ich mich allerdings noch nicht.

 Wieder einmal hat es Sebastian Fitzek geschafft mich zu begeistern und mich auf die Couch zu fesseln. Dieses Buch zeigt wieder, warum er zu den besten Thriller-Autoren in Deutschland gehört. Gerade die abwechslungsreichen Themen machen jedes Buch besonders und einzigartig. Es wird jetzt zwar wieder ein wenig dauern, bis das neue erscheint, doch ich freue mich bereits jetzt schon auf die spannenden und düsteren Stunden.

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Sebastian Fitzek – Nachtwandler

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2 Antworten zu “Rezension: Sebastian Fitzek – Nachtwandler

  1. Hi, ich hab den Nachtwandler als Hörbuch gehört..und fand ihn ein wenig verworren, was aber vielleicht auch an der gesprochenen Variante lag….Ansonsten finde ich Fitzek wirklich toll und bin absoluter Fan von ihm.
    LG
    Olivia

  2. Pingback: Lesung: 20.10.2013 Sebastian Fitzek und Markus Heitz im Rahmen des Krimifestivals München | Thrillerwelt

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