Rezension: Rebecca Michéle – Der Tod schreibt mit


Miss Marple in Cornwall

Clark Kernick, ein aufstrebender Autor für historische Romane, wird tot in seinem Cottage aufgefunden. Die Polizei scheint den Täter schnell überführt zu haben, doch Mabel Clarence entdeckt in dem kleinen Häuschen ein Geheimnis und begibt sich in tödliche Gefahr.044355451-der-tod-schreibt-mit

„Der Tod schreibt mit“ ist der zweite Roman von Rebecca Michéle. Dieser führt wieder in das romantische, idyllische Cornwall und zu Mabel Clarence. Diese hat in ihrem ersten, nicht gewollten, Fall „Die Tote von Higher Barton“ schon eine gute Spürnase bewiesen und gerät jetzt wieder ohne großes Zutun in eine neue Ermittlung.
Auf den ersten Seiten versucht man sich Mabel und ihre Umgebung vorzustellen: Eine kleine, alte Frau, mit weißem Haar, leicht gekrümmter Haltung, die aber froh gelaunt ihrer Arbeit bei dem einheimischen Tierarzt nachgeht. Sie kommt sehr sympathisch rüber, eben eine Oma zum Liebhaben. Dann stolpert sie, wie in dem ersten Fall, unbeabsichtigt in ein neues tödliches Ereignis. Hier kam mir der erste Gedanke an Miss Marple. Und wenig später greift der Tierarzt selber den Vergleich auf. Ich musste schmunzeln, so wie auch an manch anderer Stelle. Die Geschichte liest sich sehr fließend, der Schreibstil ist einfach gehalten. So gelang es mir ganz gut dem Gedankenverlauf von Mabel zu folgen und mich auch ein wenig in sie hineinzuversetzen. Im Mittelteil zog sich die Story leider ein wenig hin und verlor etwas an Spannung, dennoch wollte ich wissen, ob es die alte Dame unbeschadet durch das Buch schafft. Die Kombinationsgabe der lieben Mabel fasziniert, zumal sie immer rein zufällig über die Hinweise zu stolpern scheint. Ein Segen oder ein Fluch? Für das Buch sicherlich ein Segen, die Lektüre ist ein schöner Zeitvertreib mit spannenden und witzigen Sequenzen. Ein Werk, das man nicht gleich wieder aus der Hand legen kann und man darf davon ausgehen, dass ein dritter Teil sicherlich recht schnell folgen wird.

Rebecca Michéle, geboren 1963 in Süddeutschland, lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Stuttgart. Seit elf Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben und hat bereits mehrere historische Romane veröffentlicht.
Mehr unter: Rebecca Michéle

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Rebecca Michéle: Der Tod schreibt mit
Goldfinch Verlag, September 2012
310 Seiten
12,95€

Die Rezension erscheint auch bei Bloggdeinbuch.de

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2 Antworten zu “Rezension: Rebecca Michéle – Der Tod schreibt mit

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