Filmreview: MAMA (Kinostart 18.04.2013)


„Du darfst sie nicht eifersüchtig machen!“

Der Familienvater Jeffrey ist verzweifelt und tötet aus Frust Arbeitskollegen und Ehefrau. Zusammen mit seinen Kindernmama Victoria und Lilly flüchtet er. Ein Verkehrsunfall führt sie schließlich in ein Wäldchen mit einer schaurigen Hütte. Als er versucht seinen Kindern und sich selbst das Leben zu nehmen, wird er von einer schattenhaften Gestalt aus dem Haus gerissen. Die Kinder überleben und werden erst nach fünf Jahren verwildert und verängstigt aufgefunden. Eine neue Herberge finden sie bei ihrem Onkel Lucas und seiner Partnerin Annabel. Doch die schattenhafte, düstere Gestalt, die die Kinder „Mama“ nennen, ist nicht im Wald zurückgeblieben.

Der Film wurde seit langem stark beworben und natürlich siegte bei mir die Neugierde. Tragisch und erschütternd beginnt der Film, die Regisseure wählten eine typische Horrorfilmumgebung, den trostlosen Wald, eine alte Baracke und den kalten Winter. Keine neue Idee! Wie die Geschichte an sich selbst keine neuen aufweist. Ein Geist, der keine Ruhe findet und Unruhe stiftet, bis er hat, was er will. Aber es kommt immer auf die Umsetzung an!
Was die Kinder in den fünf Jahren gemacht haben, erfährt der Zuschauer aus den kindlichen Gemälden, die im Vorspann im Hintergrund laufen. Die Entdeckung bringt die zwei Mädchen in eine neue familiäre Welt, die sie noch nicht einschätzen können. Gerade die kleine Lilly scheint völlig traumatisiert zu sein. Die Rolle hat die Schauspielerin Isabelle Nélisse sehr gut umgesetzt. Für so ein kleines Mädchen eine hervorragende Leistung, ich hab ihr das total abgenommen, ebenso ihrer Kollegin Megan Charpentier. Beide spielten die erwachsenen Darsteller an die Wand.
Die schaurigen Szenen werden natürlich auch gewohnt gruslig musikalisch untermalt, sodass mein Herzschlag bereits vorher in die Höhe ging und ich gebannt auf das Ereignis wartete. Teilweise hab ich mich auch ertappt, dass ich mein Gesicht in meine Jacke grub und nur mit einem Auge vorsichtig darunter hervorschaute, obwohl ich wusste, was als nächstes passierte, und nicht wirklich viel zu sehen war, außer Umrisse oder schwarze Löcher an den Wänden. Der Verlauf der Story ist ziemlich vorhersehbar, auf großartige Überraschungen oder Wendungen braucht man nicht warten. Ich tat es aber, mit einem Puls von 180, doch leider erwartete ich immer mehr Grusel und Horror als denn letztendlich kamen. Nur das Ende gab dem Ganzen etwas Besonderes. Trotz Horrorelementen liefen mir die Tränen vor Tragik und Trauer.

Fazit: Ein Horrorfilm, von dem ich mir etwas mehr Grusel erwartet hätte, die Spannung blieb allein durch die düstere Darstellung und die dramatischen Musikeinlagen erhalten. Die zwei Jungschauspielerinnen hatten ihre Rollen perfekt aufgenommen und kamen sehr glaubwürdig und authentisch rüber. Mir zumindest jagten sie ziemliche Angst ein. Nette 100 Minuten, die sicherlich einigen zu langweilig sein werden, für mich war die Mischung gerade in Ordnung.

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Kinostart Deutschland: 18.04.2013
Studio: Universal Pictures
Produktionsjahr: 2013/USA
Regie: Andres Muschietti
Drehbuch: Neil Cross, Andres Muschietti, Barbara Muschietti
Darsteller: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nélisse u.v.m.

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