Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Kinostart: 28.02.2013)


Don´t eat the fuckin Candy

Hänsel und Gretel, ein tolles Märchen der Gebrüder Grimm. Verfilmungen gab es zahlreiche bis jetzt, doch meistens für Kinder und geeignet für das Nachmittagsprogramm.

Regisseur Tommy Wirkola brachte das Ganze nun für Erwachsene auf die Leinwand. Hänsel und Gretel als Hexenjäger? Gute Idee oder Flop?hg gestromt.de

Alles beginnt damit, genau wie im klassischen Märchen, dass die zwei armen Kinder im Wald ausgesetzt werden und bei ihrem Streifzug durch den Wald natürlich an das Zuckerhäuschen der bösen Hexe geraten. Diese findet aber als Braten im Ofen ein erbärmliches Ende. Von nun an ziehen die zwei munter durch die Lande und metzeln alle Hexen nieder, die ihren Weg kreuzen. Dann verschwinden ein paar Kinder in Augsburg und die beiden bekommen einen neuen Auftrag. Sie verfolgen die Spuren, erleben dramatische Kämpfe, werden hin und wieder mal getrennt, bis sie auf Oberhexe Murial stoßen, die es nicht nur auf die Kinder abgesehen hat.  

In 3D kommen die Sequenzen super rüber. Es macht Spaß den fliegenden Pfeilen hinterherzuschauen und das Blut spritzt aus allen Ecken. In der Hinsicht haben sich die Macher Mühe gegeben und sich nicht lumpen lassen. Für Zartbesaitete ist es nichts. Teilweise ist das Gematsche und Zerquetsche von Hexen und Jägern etwas zu nah gefilmt, man kann sich das Blut ja fast selber vom Gewand wischen. Apropos Gewand: Komischerweise laufen die Darsteller alle schön in altertümlichen, mittelalterlichen Kleidern, nur unsere Helden tragen dicke Lederkluft und High Tech Waffen. Wie sie dazu gekommen sind? Das erfährt der Zuschauer leider nicht. Die Besetzung ist gut gewählt, mit Jeremy Renner als Hänsel und Gemma Arterton als Gretel hat man einen guten Griff gemacht. Sehr überzeugend und besonders gut hat mir Famke Jennsen als Hexe Muriel gefallen. Sie hat dieses gewisse Etwas in den Augen, das einfach fasziniert und hypnotisiert. Aber bitte liebe Leute! Hänsel hat Diabetes? Wer ist denn auf diese hirnrissige Idee gekommen? Da hat wohl auch jemand zu oft am Häuschen genascht? Und Pfeilgiftfrösche in den Wäldern von Augsburg. Ah ja!

Ich war ja schon bei dem Trailer echt skeptisch, vor allem nachdem ja erst vor kurzem der arme Abraham Lincoln als Vampirjäger herhalten musste, doch anschauen musste ich die Verfilmung. Die Neugierde siegte einfach. Während des Filmes war ich hin und her gerissen. Einerseits fand ich ihn gut, weil der Regisseur aus den zarten lieben Märchengestalten, wild umher schießende Jäger machte und die wirklich nichts am Leben lassen. Auf der anderen Seite, wollte meine vernünftige Seite einfach nur gehen, weil die Story völlig irrsinnig ist. Die Gebrüder Grimm würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie das sehen könnten.

Wer einen kurzweiligen Trashsplatter mag, soll reingehen und sich amüsieren. Mir reicht einmal sehen!

Und hoffentlich kommt nicht bald: Dornröschen und die Spindel des Todes

2/5

Regie: Tommy Wirkola
Drehbuch: Tommy Wirkola
Darsteller: Jeremy Renner, Gemma Arterton, Famke Jenssen

Advertisements

2 Antworten zu “Hänsel und Gretel: Hexenjäger (Kinostart: 28.02.2013)

  1. Dornröschen und die Spindel des Todes … au ja! 🙂 Ehrlich gesagt habe ich mir den Film „Hänsel und Gretel“ nicht angesehen udn nachdem ich Deine Meinung dazu gelesen habe, weiß ich definitiv, dass ich mich richtig entschieden habe. Jeremy Renner oben ohne habe ich schon im Trailer gesehen, den Rest habe ich mir gespart. Und ebenso den Vampire jagenden Lincoln.
    LG Gabi

  2. Ich find es traurig, dass die Filmwelt die schönen Märchen so verschandeln müssen. Und Abraham Lincoln als Vampirjäger? Geht einfach gar nicht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s