Rezension: Vincent Kliesch – Die Reinheit des Todes


„Ich heile die Seele. Ich bin Raphael.“

Die reinheit des Todes

Quelle: (randomhouse.de)

Ein Serienmörder in Berlin fordert die gesamte Aufmerksamkeit des LKA. Die Beamten stehen bereits vor dem dritten Opfer, eine ältere Dame, aufgebahrt in einem weißen Leinenhemd, auf ihrem Esstisch. Das LKA braucht jede Hilfe und sie sehen ihre letzte Hoffnung in Julius Kern, der für seine außergewöhnlichen Ermittlungstaktiken sehr geschätzt wird. Dieser will sich beweisen und seinen Kollegen zeigen, dass er mit seinem letzten Fall abgeschlossen hat, auch wenn er von jenem noch Nachts heimgesucht wird.

Die Reinheit des Todes ist der erste Thriller von Vincent Kliesch und da ich gern neue Autoren für mich entdecke, kam dieses Buch definitiv für mich in Frage. Zudem lasen sich diverse Rezensionen sehr vielversprechend und schwups lag es im Körbchen. Der Prolog entführte mich gleich in die Wohnung des dritten Opfers. Die zwei Seiten waren so gut geschrieben, dass ich dranblieb und weiter las, unaufhaltsam. Zunächst dreht sich alles um Julius Kern, der sagenhafte und tolle Ermittler, der durch seinen letzten Fall, den er nicht zu Ende bringen konnte, einen ordentlichen Knacks abbekommen hat. Ihn plagen Albträume, hässliche Szenen rauben ihm den Schlaf. Seine Frau und sein Kind haben ihn verlassen und was fehlt noch? Na klar, er trinkt. Ein Mann, der nicht mehr fest im Leben steht und sich an einem alten Fall festkrallt und ihn nicht loslässt. Was aber gar nicht so schlecht ist, denn sein ehemaliger Gegner entpuppt sich als Hilfe. Ein sehr spezieller und intelligenter Protagonist. Ein Geben und Nehmen findet statt. In Julius Kern konnte ich mich leider überhaupt nicht hineinversetzen, der Charakter zog mich so gar nicht an, weckte keine Emotionen. Faszinierend hingegen fand ich den Serienmörder, den Putzteufel, der leider relativ schnell ins Spiel kam und dem Leser nicht bis zum Schluss vorenthalten wurde. Ich dachte zunächst: Super, das Buch kann ich beenden. Doch mich interessierte die weitere Vorgehensweise des Mörders, der wirklich unheimlich und geheimnisvoll ist und natürlich musste ich auch wissen, ob es Julius gelingt seinen Gegner zu enttarnen. So blieb ich gebannt bei den Seiten und es lohnte sich. Am Ende war ich begeistert von der Geschichte, den Hintergründen der Morde und den Ermittlungstaktiken.

Ein tolles Debüt, das mich 24 Stunden lang in den Bann zog, obwohl der Mörder recht schnell offenbart wurde. Ich freue mich auf die nächsten Werke, auch wenn diese schon länger im Handel erhältlich sind. Der Todeszauberer liegt schon bereit und auch Der Prophet des Todes wird demnächst von mir verschlungen.

Vincent Kliesch wurde 1974 in Berlin geboren. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und arbeitete danach mehrere Jahre in der Gastronomie. Dabei entstand auch die Idee zu seinem ersten Thriller Die Reinheit des Todes, der auf Anhieb zu einem großen Erfolg wurde. Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, steht er als Moderator und Stand-Up-Comedian auf der Bühne. Der Filmpark Babelsberg, in dem er täglich das Publikum unterhält, sowie der legendäre Quatsch Comedy Club sind nur zwei Stationen seiner Laufbahn als Entertainer. (krimi-couch.de)

5/5

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (10. Mai 2010)

8,95 Euro bei Amazon

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