Rezension: Inge Löhnig – Verflucht seist du


Neuer Einsatz in München

Inge Löhnig Verfucht seist du

Quelle: List/Ullstein

Daniel wird ermordet auf einer Baustelle gefunden. Das Team um Kommissar Dühnfort nimmt die Ermittlungen auf. Bei den Recherchen stoßen sie schnell auf einen weiteren Todesfall. Den von Isa. Beide kannten sich, waren in derselben Clique. Isa litt unter dem Mobbing im Internet und suchte den Freitod, Daniel dealte mit Drogen. Trotz der unterschiedlichen Schicksale scheint es eine Verbindung zu geben. Kommissar Dühnfort muss jeden Hinweis verfolgen. Tag und Nacht.

 Das ganze Jahr über wartete ich schon auf den fünften Fall des Kommissars, der mir in den letzten Teilen bereits sehr ans Herz gewachsen ist. Gespannt und mit viel verfügbarer Zeit startete ich das 430 Seiten dicke Buch und ich las mich sehr schnell in die Geschichte ein. So hatte ich es auch erwartet.

Kommissar Dühnfort wie immer sehr professionell und unscheinbar, dafür stellen sich seine Kollegen Alois und Kirsten mehr in den Vordergrund. Beide mit privaten Problemen, die wir uns nie wünschen würden. Aber ich fand es sehr gut, dass auch mal andere Charaktere etwas näher vorgestellt werden. Dafür bleibt Dühnforts Freundin Gina diesmal ziemlich im Hintergrund.

Das Buch liest sich, wie die anderen, wahnsinnig gut und schnell. Die Geschichte zieht den Leser an sich und hält ihn mit wechselnden Szenen und Ereignissen bei Laune. Ich finde es gut das Frau Löhnig sich mit einem sehr aktuellen Thema auseinandersetzt: Dem Mobbing im Internet. In den letzten Monaten konnte man immer wieder von Schülern und Teenagern lesen, die versuchten sich umzubringen oder die in psychischen Behandlung mussten. Tragische Geschichten, ein Grund mehr darauf aufmerksam zu machen, die Bevölkerung wach zu rütteln und Eltern, Freunde, Verwandte zu ermahnen, aufmerksamer zu sein.

Der Aufbau und Verlauf der Story ist der Autorin wieder einmal sehr gut gelungen, wie bereits in den letzten vier Teilen, beherrscht sie den Spannungsaufbau perfekt. Er dringt in die Psyche ein und auch wenn sich die Geschichte ein wenig zieht und vielleicht nicht jeder Leser die Geduld aufbringen kann, es lohnt sich. Lest dieses Buch bis zum Ende!

Was mich ein klein wenig genervt hat, war der Versuch die heutige Teeniesprache einzubauen. Das passte irgendwie nicht zu den restlichen Werken, aber auch ein Autor muss mal neue Wege einschlagen, deswegen drücke ich da ein Auge zu und schließlich ging es ja auch um das Leben zweier Teenager in der heutigen Zeit.

 Fazit: Inge Löhnig kann sich immer noch steigern. Gerade die Details um München und Umgebung ließen mich erneut zu einem Teil der Geschichte werden. Eines fand ich sehr witzig, den Hund Krambambuli. Erst kürzlich bin ich in München an einem Restaurant mit diesem Namen vorbeigefahren, die auch noch einen Hund als Symbol über dem Eingang hängen hatten. Wie das Leben manchmal so spielt.

Die letzten Kommissar Dühnfort Fälle haben mich schon begeistern können und auch dieser hat es wieder getan, vielleicht sogar noch einen Tick mehr als die anderen. Schade nur, dass die Bücher immer zu schnell zu Ende gelesen sind. Hoffentlich müssen die Fans nicht allzu lang auf den nächsten Fall warten.

5/5

Autorin: Inge Löhnig

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (14. Dezember 2012)
  • Amazon
  • 9,99 Euro
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Eine Antwort zu “Rezension: Inge Löhnig – Verflucht seist du

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