Rezension: Michael Schmid – Fragmente des Wahns


Verloren zwischen Traum und Realität

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Alex ist auf dem Weg zu seiner Familie als ihm ein tragischer Unfall widerfährt. Im Krankenhaus erwacht er mit schrecklichen Kopfschmerzen, doch die Stimmen seiner Liebsten können ihn beruhigen. Dennoch plagt ihn die Ungewissheit über die Hintergründe und den Verlauf des Unfalls, an den er sich überhaupt nicht erinnern kann.
Wieder zu Hause bei der Familie wird er immer wieder von Halluzinationen und Träumen heimgesucht, bald kann er nicht mehr zwischen Realität und Illusion unterscheiden. Die Suche nach der Wahrheit treibt ihn in den Wahnsinn.

Das Buch beginnt mit einem Schicksalsschlag für Alex. Der Unfall verändert sein Leben und ihn. Schnell merkt er, dass etwas nicht stimmen kann und das bekommen auch Frau und Kind zu spüren. Er zieht sich zurück, flüchtet sich oft in Erinnerungen an die erste Begegnung mit seiner Frau, das erste Date, Hauskauf und Umzug. Aus der Realität flieht er immer mehr, versucht angestrengt an den Unfall zurückzudenken. Die Geschichte ist sehr spannend und abwechslungsreich gestaltet, der Wechsel zwischen alten und neuen Sequenzen ziehen den Leser immer weiter in das Geschehen. Schnell vergaß ich meine Umgebung und las konzentriert die Kapitel. Auf den Seiten 112 und 113 meinte ich einen Fehler entdeckt zu haben. Alex taucht wieder in eine Erinnerung, seine Hochzeit, und schildert die Situation am Altar. Seine Frau empfand er wunderschön mit blondem, hochgestecktem Haar. Ein paar Zeilen später jedoch fuhr er ihr mit seiner Hand durch langes offenes dunkles Haar. Natürlich schrieb ich Michael an, um nachzufragen. Als Antwort bekam ich einen zwinkernden Smiley und ich wusste: Weiterlesen!
Jetzt war ich noch neugieriger als ohnehin schon und ich verschlang die letzten Seiten regelrecht und wurde mit dem Ende nicht enttäuscht.

„Fragmente des Wahns“ ist der Debütroman des Autors Michael Schmid; mich haben seine Schreibweise und sein Buchaufbau völlig überzeugt und ich bin schon gespannt auf die nächste Veröffentlichung. Ich kann diesen Psychothriller nur wärmstens empfehlen.

Michael Schmid wurde 1984 geboren und lebt in Regensburg. Bereits in seiner Jugend entdeckte er seine Leidenschaft zur Schreiberei. Wer noch mehr über ihn erfahren möchte, besucht die Homepage oder liest das Interview, für das er sich zur Verfügung stellte.

5/5

Michael Schmid – Fragmente des Wahns
AAVAA Verlag, 2012
282 Seiten
11,95 Euro

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2 Antworten zu “Rezension: Michael Schmid – Fragmente des Wahns

  1. Hallo Steffi, bin gerade durch Facebook auf Deinen Blog aufmerksam geworden und ich stelle fest, das wir den gleichen Geschmack haben. Hier werde ich öfters vorbei schauen. Viel Spaß beim bloggen und liebe Grüße

    Wenke von Mordsbücher

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