Rezension: Jack Kilborn, Blake Crouch – Serial


Sei immer auf der Hut!

Per Anhalter zu fahren bringt ein hohes Risiko mit sich. Entweder trifft man auf eine nette alte Dame oder Herren, ein paar Jungs, die einfach in der Gegend umherfahren, eine nette Kleinfamilie aus der nächsten Stadt oder aber auf einen Psychopathen. Massenmörder Donaldson gabelt seine Opfer gern an Straßenrändern auf. Doch was passiert, wenn so einer auf seinesgleichen trifft?

Quelle: Heyne Verlag

 Mit Das Hotel hatte Jack Kilborn mich zu einem seiner zahlreichen Fans gemacht, Angst hingegen begeisterte mich weniger. So war ich gespannt auf das neueste Werk des Autors, das er gemeinsam mit ebenso einem bekannten Horrorautor, Blake Crouch, verfasst hatte. Serial lautet der Name des Buches und hatte auf Grund des vielversprechenden Klappentextes gleich einen neuen Käufer.

 Das Werk beginnt so, wie ich es erwartet hatte, ohne große Einführungen oder Personenvorstellung ging es gleich zur Sache, das erste Opfer überlebte gerade mal 26 Seiten. An ausschweifenden Darstellungen der Metzeleien sparen die Autoren überhaupt nicht. Der Leser bekommt die geballte Ladung an Gewalt und Brutalität wortwörtlich aufs Auge. Es liest sich, als würde man ständig einen erneuten Schlag ins Gesicht bekommen. Das Buch umfasst vier Teile, von denen ich zunächst ausging, sie würden nicht miteinander zusammenhängen. Doch auch wenn die Teile, jeder für sich, jewals eine neue Geschichte erzählen, taucht immer wieder eine Person auf: Donaldson.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, die beiden Autoren verstehen es einfach, die Spannung im richtigen Moment aufzubauen und locken den Leser mit ihren detaillierten Beschreibungen immer weiter in die Geschichte hinein. Außerdem möchte man ja auch wissen, was passiert, wenn ein Psychopath und Massenmörder einen Kollegen trifft. Das passiert schließlich in Teil vier und das Ende ist gerecht aber ein wenig von der Realität entfernt.

 Auch wenn es jetzt so klingen mag, als hätte mir das Buch wahnsinnig gut gefallen, muss ich sagen, dass ich ein wenig enttäuscht war. Ich hatte mehr Spielereien der Autoren erwartet, man hätte mehr Spannung aufbauen können, um so das Kribbeln im Bauch zu verstärken. Die Aktionen kamen mir manchmal zu schnell, wirklich wie eine Wand, die auf einmal vor einem erscheint. Außerdem sind die Geschichten schon zum Teil als E – Books erschienen. Die hohe Anpreisung durch den Verlag hätte nicht sein müssen. Trotz allem empfehle ich es jedem, der auf bisschen Splatter und Horror steht. Damit wird man gut bedient.

3/5

224 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453529766
ISBN-13: 978-3453529762

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