Übertragbarkeit der Absurdität auf den Leser?


Da in einem anderen Blog Krimi & Co. gerade über die zunehmende Gewalt und Brutalität eine Umfrage läuft, möchte ich bei mir eine kleine Diskussion starten.

Ich liebe ja diese Bücher und deren Spannung.
Manchmal überlege ich mir allerdings nach dem Lesen solch eines Buches: Warum liest du ständig diese blutrünstigen bizzaren und absurden Geschichten? Was verleitet mich ständig dazu? Trage ich selber Böses in mir? Verändert so ein Buch meine Einstellung zu Sex und Gewalt?

Mich würde interessieren, wie ihr darüber denkt. Haben wir ebenso etwas bizzares in uns? Können uns diese Bücher negativ beeinflussen?

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2 Antworten zu “Übertragbarkeit der Absurdität auf den Leser?

  1. Ich glaube ich lese am liebsten die blutrünstigsten und bizarrsten Geschichten, weil ich mich dann selbst damit *trösten* kann, dass das nur erfunden ist. Und wenn es doch so Spinner gibt, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass sich so einer in meinem Umfeld befindet… Ganz im Gegensatz zu den „normalen Psychos“, davon gibts einige 😉
    Und wenn ich ehrlich bin, versuche ich zwar immer beim Lesen Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen, aber die blutigen Szenen lasse ich dabei aus. Beeinflussung findet eher in die positive Richtung statt würde ich sagen, denn die Gewalt/Brutalität gehört IMMER zum bösen Protagonisten.

  2. So, bevor ich mit „Final Cut“ auf die Couch entschwinde, werde ich was dazu sagen 😉 Hatte ich ja gestern geschrieben!
    Die Frage haben mir schon ganz ganz viele Leute in meiner „literarischen Laufbahn“ gestellt. Woher mein Interesse kommt, wieso es noch ein psychopathischer Serienkiller im Blutrausch sein muss oder auch noch härterer Tobak… Ich glaub, ich habs bei Claudias Umfrage auch schon geschrieben und schon zig mal gesagt und auch im anderen Zusammenhang schon mal: Mich interessieren tatsächlich die menschlichen Abgründe, wie tief geht das, was geht da in den Köpfen vor. Deswegen finde ich auch Berichte über ECHTE Fälle hochinteressant! Also nicht nur die reine Fiktion, das trifft mich in ganz ganz wenigen Fällen so sehr, dass mir auch schon mal schlecht wird oder ich bestimmte Szenen nicht los werde.
    Für mich ist das abends lesen generell Entspannung. Ich tauche ab, klinke mich aus, wie immer man das nennen will. Es tut aber nichts mit mir, was ich da lese. Ich bin nicht gewaltbereiter, wie andere, ich habe keine Fantasien im Kopf, wie ich z.B. jemand verhassten am schmerzvollsten einen Kopf kürzer mach oder so 😉 Nein, solche Tendenzen habe ich nicht und werd ich auch nie haben.
    Ich finde, das ist einfach eine Art von Unterhaltung. ICH könnte mir jetzt z.B. nicht vorstellen, mir permanent Chicklit vorzunehmen. Das wäre für MICH Folter und unvorstellbar! Ist nun mal nicht mein Ding.
    Ein kleines Stück mag Provokation sein. Ich wollte immer nicht die Brave sein, anders. Ich hör ja auch Metal etc., also auch kein Mainstream unbedingt. Aber nicht nur 😉 Ich mag mich nicht so einordnen lassen, in irgendeine Schublade, das ist mir viel zu langweilig.
    Wahrscheinlich könnte man genauso hinterfragen, warum manche z.B. Pornos gucken und andere den „Bergdoktor“… Das sind Geschmäcker. Kann man nicht so ganz erklären. Zumindest in meinem Fall und ich für mich nur ansatzweise 🙂

    Also, hab auch Du weiterhin viiiiel Spaß mit den Hannibal Lecters zwischen den Buchdeckeln z.B. und ich bin mal gespannt, was andere sagen 🙂

    Liebe Grüße
    Bine

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