Rezension: Lutz Schebesta – Frauenheld


 

„Jäger oder Sammler?“

Basti ist zweiunddreißig und in seiner Beziehung mit Jule total unglücklich. Um dem Schrecken ein Ende zu setzen macht er mit seiner Freundin Schluss und fühlt sich nach einigen Stunden schon wieder wohl. Doch Weihnachten steht vor der Tür und alleine will Basti nicht sein. Er beschließt das Internetdating auszuprobieren und erfährt schnell, dass nicht hinter jedem bezaubernden Foto auch eine eben solche Frau stecken muss.

Lutz Schebesta wurde 1972 in Düsseldorf geboren und arbeitet seit zehn Jahren als Reporter, Autor und Werbetexter. „Frauenheld“ ist sein erster Roman.
Ich bin bei der Internetseite Lovelybooks.de auf das Buch aufmerksam geworden und hatte mich dort für eine Leserunde zu diesem Buch beworben. Ich hatte Glück und bekam das Buch schon nach wenigen Tagen zugesandt. Es ist immer interessant Erstlingswerke eines Autors zu lesen und zu beurteilen. Ich griff also zu dem Roman und muss sagen, ich habe es danach nicht mehr aus der Hand gelegt. Es überzeugte mich jetzt nicht wegen einer tiefgründigen Geschichte, aber der Schreibstil und die lustigen Geschichten über die Dates um Bastian ließen mich von dem Buch nicht wieder los. Lutz Schebesta hat einen sehr lockeren und flüssigen Schreibstil, der den Leser bindet.
Zunächst fand ich den Hauptcharakter Basti sehr sympathisch, ein Typ, mit dem man sich sicherlich mal verabreden könnte, wenn man ihn im Netz kennenlernt. Doch die Sympathie schlug schnell um. Je weiter sich das Buch dem Ende neigte, ging mir Basti regelrecht auf die Nerven. Ein totaler Macho, der mehr nach dem Äußeren geht, auf ein „Nein“ nicht eingehen kann und irgendwie immer als notgeiler Bock rüberkommt. Und das war in der Leserunde nicht nur meine Meinung. Die Erfahrungen, die er machte, sind allerdings sehr witzig. Schnell wird man mit eigenen Erlebnissen konfrontiert. Ich kann mir vorstellen, dass beide Geschlechter beim Lesen Gemeinsamkeiten mit Basti entdecken werden. Internetdating hat einfach seinen besonderen Reiz und das macht Herr Schebesta in diesem Buch deutlich: Man kann auch in sozialen Netzwerken fündig werden.

Fazit: Das Buch ist ein netter Zeitvertreib und lädt zum Lachen ein. Nach ein paar Kapiteln schüttelt man über Basti nur noch den Kopf und empfindet auch kein Mitleid mehr. Aber für ein Erstlingswerk ist es sicherlich ganz gut gelungen. Ich bin gespannt, welches Thema sich Herr Schebesta für sein nächstes Werk aussucht.

3/5

Verlag: Bastei Lübbe
Autor: Lutz Schebesta
253 Seiten
8,99 Euro

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