Rezension:Carlton Mellick III – Ultrafuckers


Tony und Tammy sind auf dem Weg zu einer Dinnerparty. Dazu müssen sie in eine Einfamilienhaussiedlung in Eagle Hill. Dort angekommen suchen sie stundenlang nach der richtigen Adresse. Da aber alles gleich ausschaut und sie auf Hilfe der anscheinend geistig nicht anwesenden Bevölkerung verzichten müssen, irren sie ziellos umher. Dann verschwindet Tammy, ist nicht mehr auffindbar. Tony ist verzweifelt und auf sich alleine gestellt, bis er auf eine merkwürdige Truppe trifft: Die Ultrafuckers.

„Ich schreibe Bücher für aufgeschlossene Menschen.“ So lautet Carlton Mellicks Leitmotto. Beeinflusst haben ihn vor allem Kinderbuchautoren sagt er, zum Beispiel Roald Dahl oder Antoine de Saint-Exupery. In vielen seiner Bücher sieht er auch eher Kindergeschichten für Erwachsene. Gerade das Seltsame und Fremdartige verleitet die Menschen zu seinen Werken zu greifen. Nachdem ich die Kannibalen von Candyland schon gelesen hatte, wurde es wieder Zeit den nächsten Mellick in die Hand zu nehmen. Titel und Cover des Buches „Ultrafuckers“ reichten mir schon, um es in meinen Warenkorb zu legen. Zudem sollten dieses Mal die Seiten orange gehalten sein. Wie schon erwähnt: Ungewöhnliches lockt.

Die Geschichte liest sich schnell und flüssig, neugierig und gespannt verfolgt man die Suche Tonys nach seiner Frau und dem Ausgang aus der Siedlung. Einen Moment gab es, an dem ich mich fragte: Wann geht es denn mal los mit Bizarro-Fiction? Dieser schlich sich aber dann schließlich zwischen die Zeilen und beruhigt las ich weiter. Nachdem Tony die Ultrafuckers, verrückte japanische Punks, entdeckte, beginnt die Fiction. Eine Welt gesteuert von Maschinen und Robotern, eine Welt, die sich immer wieder erneuert, immer gleich ausschaut, die Menschen in ihre molekularen Bestandteile umwandelt. Tony und seine neuen japanischen Ultrafuckers versuchen das zu verhindern.

Will der Autor uns damit aufmerksam machen, dass wir selber dabei sind die Welt zu zerstören, dass wir einfach nur zusehen und nichts unternehmen? Sind wir selber schon zu Robotern geworden, passen uns an? Ist es gut, wenn es solche Gruppierungen gibt, die sich auflehnen und uns wachrütteln? Wir sehen alles als selbstverständlich an, was wenn die Roboter den Spieß umdrehen?

Mellick gibt mit diesem Buch nur einen kleinen Einblick in sein kreatives und abgedrehtes Hinterstübchen. „Ultrafuckers“ ist ein Buch, welches mich jetzt nicht ganz so faszinierte. Gegenüber dem Buch “Die Kannibalen von Candyland“ fehlt es dem Buch ein wenig an fesselnden Elementen. Wer jedoch ein Mellick Fan ist, sollte sich schon allein wegen der Geschichte das Buch in sein Regal holen.

3/5

Festa Verlag
Autor: Carlton Mellick III
123 Seiten
12,80 Euro (Hardcover)

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