Rezension: Jack Ketchum – Amokjagd


„Dies hier ist noch nicht das Ende“

Carole Gardner wurde von ihrem Ex-Mann misshandelt und gedemütigt. Selbst nach der Trennung macht ihr Howard das Leben zur Hölle. Zusammen mit ihrem neuen Partner Lee fasst Carole einen Entschluss: Sie planen den Mord sorgfältig, wählen die richtige Gegend, doch während der Ausführung sind sie nicht allein. In einem sicheren Versteck lauert Wayne, der sich fasziniert das Spektakel ansieht. Seine Leidenschaft ist das Töten und er hofft, in den beiden endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben. Er nimmt die beiden mit auf eine Reise, doch die Amokjagd gestaltet sich für Wayne nicht zufriedenstellend.

Mit diesem Buch gibt Ketchum wieder alles, was seine Fantasie zu bieten hat. Bis auf ein paar kleine makabere Stellen zu Beginn des Buches, die aber weitaus nicht so blutrünstig geschildert werden wie in anderen Ketchum-Romanen, wird man eher sanft in die Geschichte eingeführt. Ketchum beschreibt sehr gut die einzelnen Stationen auf der Reise der drei. Ebenso widmet er sich ausführlich den Emotionen und Gedanken der zwei Hauptcharaktere Carole und Lee, die unfreiwillig in einen Albtraum geraten und nun für ihre Sünde bestraft werden. Er geht auf die Lebensgeschichte der jeweiligen Opfer Waynes ein, berichtet ein wenig über Hobbies oder Werdegang. Zumindest sind so die Betroffenen nicht einfach irgendwelche Charaktere in dem perversen Spiel des Psychopathen. Ketchum zeigt hier eine andere Seite von sich und wirkt weniger verrückt. Der Schein jedoch trügt, denn umso mehr man sich vorarbeitet, umso mehr nehmen auch wieder die schauerlichen Horrorszenarien zu. Aber wie bereits bei anderen Ketchum-Büchern ist man so in den Bann gezogen, dass die Spannung zum Weiterlesen verführt. Die brutalsten Szenen nimmt man zur Kenntnis, natürlich mit einem angewiderten Gesicht und teilweise recht schockiert, doch das Ende der Geschichte wartet und man möchte endlich erfahren, wie das Ganze ausgeht. Wird es Überlebende geben? Was passiert mit den Hauptcharkteren? So ist das Lesevergnügen leider von recht kurzer Dauer, da man dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen kann, geschweige denn möchte. Nicht umsonst trägt Jack Ketchum den Titel: „Meister der Spannung“ (Robert Bloch).

Fazit: Ein wieder mal gelungener Roman, der bei Horrorliebhabern im Bücherregal definitv nicht fehlen darf. Spannungsgarantie bis zum Schluss.

5/5

Verlag: Heyne Hardcore

Autor: Jack Ketchum

288 Seiten

8,95 Euro

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